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Die Wünsche von 540 Bürgern

Fragebogenaktion in Schönberg Die Wünsche von 540 Bürgern

Seit Januar arbeiten die Gemeindevertreter an einem Ortsentwicklungs- und Tourismuskonzept für die Gemeinde Schönberg. Jetzt stellten die Planer der Büros CESA und hcb die Auswertungen der groß angelegten Bürgerbeteiligung vor. Das Ergebnis dient als Richtschnur für die Ortspolitiker.

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Dieses Modell zeigt Wünsche und Idee, die Kinder und Jugendliche in einem Workshop zusammen getragen hatten.

Quelle: asc

Schönberg. Die Mitglieder des Planungsausschusses trafen sich am Sonnabend zu einer nicht öffentlichen Sitzung, um über das vorgestellte Ergebnis zu beraten. 3500 Fragebögen waren an die Schönberger verschickt worden, beantwortet hatten ihn 540 Menschen. Diese Quote von 15,4 Prozent wertete Planer Wolf Uwe Rilke (CESA) als „repräsentativ“. Das Durchschnittsalter der Beteiligten lag bei 49,1 Jahren, über 60 Prozent derer, die den Bogen zurück geschickt hatten, waren über 60 Jahre, 7,7 Prozent unter 30. „Wir müssen mit dem Ergebnis sehr behutsam umgehen“, meinte Rilke mit Blick auf die Zusammensetzung der Antworten.

 „Es gab eine sehr positive Bestätigung des Ortes als Wohnstandort, aber die Auswertung zeigt auch, dass in der Gemeinde ein Wir-Gefühl fehlt“, nannte Planer Wolf Uwe Rilke ein Fazit. Das Wohnen im Ortszentrum wurde als Stärke der Gemeinde herausgearbeitet, ebenso wie die Versorgung mit Einzelhandelsbetrieben. Ausbaubedarf werde bei der Internetversorgung, der Gestaltung des Ortes, der Eingangsbereiche an den Stränden sowie der Wegeführung gesehen. Außerdem sind mehr Grünflächen gewünscht sowie mehr Mietwohnungsbau.

 Anerkennend wies Rilke auf den Beitrag der Kinder und Jugendlichen hin, die sehr klar ihre Wünsche unter anderem nach altersgerechten Spielplätzen und mehr Sauberkeit eingebracht hatten. Ein großes Thema war außerdem die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes mit Blick auf die Reaktivierung der Bahnstrecke Hein Schönberg.

 Aus touristischer Sicht betonte Jan Sönnichsen (hcb), der den Schwerpunkt Tourismus unter die Lupe nahm, die „Mehrfachwirkung durch den Ausbau der Bahn“. Qualitätsverbesserung der Gastronomie, Maßnahmen der Gemeinde zur Saisonverlängerung, besseres Binnenmarketing und mehr Möglichkeiten für Kurzurlauber sind einige der Aufgaben, die aus dem Workshop formuliert worden waren.

 Das waren nur einige von vielen Schlussfolgerungen dieser umfangreichen und thematisch sehr detaillierten Auswertung der Befragungen von Bürgern, Gewerbetreibenden, Jugendlichen und Nachbargemeinden. Eingeschlossen war darin auch die Frage nach dem Erhalt der Schwimmhalle in Laboe. Ergebnis: Weit über 80 Prozent der Bürger und Gewerbetreibenden hält die Einrichtung für erhaltenswert, aber nur rund 12 Prozent sind bereit, sich finanziell an den Kosten zu beteiligen.

 Was wann in welcher Form nun umgesetzt werden soll, darüber werden in den kommenden Monaten die Ortspolitiker beraten.

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