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Technik ist mehr als 40 Jahre alt

Freibad Schwentinental Technik ist mehr als 40 Jahre alt

Das Freibad Schwentinental kommt an seine Grenzen: Die zentrale Technik ist mehr als 40 Jahre alt. Ob es eine weitere Saison überstehen würde, ist ungewiss, ein Sanierungskonzept liegt bereits vor. „Die entscheidende Frage ist die Finanzierung“, sagt Bürgermeister Michael Stremlau.

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Das Freibad in Schwentinental zieht Besucher aus der ganzen Region an. Die Technik ist allerdings mehr als 40 Jahre alt und müsste dringend erneuert werden.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Rund 80000 Besucher nutzen das Freibad in Schwentinental gewöhnlich in der Saison zwischen Anfang Mai und Anfang September – darunter zehn Schulen, sieben Vereine und mehrere DLRG-Gruppen. Die beliebte 103-Meter-Rutsche, eine der längsten in der Region, musste allerdings in diesem Jahr schon gesperrt bleiben. Und das ist nur ein besonders auffälliger Aspekt der Gesamtsituation: „Im Moment läuft alles“, sagt Wolfgang Schneider, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwentinental (SWS), die das Freibad betreiben, aber „wir können nicht sagen, wann die mehr als 40 Jahre alte Technik ausfallen wird.“

Die SWS haben bereits ein Gutachten und ein Sanierungskonzept dazu erstellen lassen. Wichtigster Punkt ist die Erneuerung von Filtern und Pumpen, die in enger Verbindung mit den Becken stehen. „Man muss Technik und Becken zusammen sanieren“, erklärt Schneider. Die aktuelle Anlage hat zwar Bestandsschutz und die Qualität des Badewassers wird kontrolliert. Die heutigen Anforderungen liegen jedoch deutlich höher. Ein Problem dabei: Die neuen Filter und Pumpen würden gar nicht in das alte Technikhäuschen passen. Dafür müsste erst einmal ein neues Gebäude geschaffen werden. Allein dieser erste Schritt der Sanierung – Technik, Haus und Becken – würde 2,7 Millionen Euro kosten. Eine Gesamtsanierung könnte bis zu 4,7 Millionen Euro teuer werden.

„So eine große Investition können wir aktuell nicht leisten“, sagt Schneider. Die SWS tragen zwar das jährliche Freibad-Defizit von rund 250000 Euro. Doch „wir müssen ja unser Kerngeschäft bedienen.“ Und da stünde bereits eine Investition in die Netze an.

„Es ist eine große Leistung, dass die SWS das jährliche Defizit trägt“, so Bürgermeister Stremlau. Das Bad sei ein wichtiger Standortfaktor für Schwentinental. In der Frage der Erneuerung könne er sich eine Kooperation mit den Stadtwerken vorstellen. Die GmbH ist auch komplett in kommunaler Hand. Klar ist jedoch, dass diese Investition mit Krediten finanziert werden müsste. Denn Rücklagen hat die Stadt nicht mehr, stattdessen eine Deckungslücke von gut 900000 Euro im Haushalt. Und auch ein Neubau für die Feuerwehr und Straßensanierungen, Pflichtaufgaben einer Kommune, stehen ganz oben auf der Liste. „Die Frage ist: Wie finanzieren wir das solide – und wie kriegen wir alle Anforderungen unter einen Hut“, so Stremlau. Fördermittel für den Bau des neuen Technikhauses (die Hälfte von 440000 Euro) noch dieses Jahr sind in Aussicht. Ein Gesamtkonzept will die Verwaltung Anfang September vorlegen. Dann ist die Politik gefragt.

24-Stunden-Schwimmen im Freibad

Zu den beliebten Veranstaltungen im Freibad Schwentinental zählt das 24-Stunden-Schwimmen, das für alle Vereine und Gruppen offen ist. Am Sonnabend, 16. Juli, um 12 Uhr, fällt der Startschuss, am Sonntag um die gleiche Zeit steht der Sieger fest. Dabei geht es darum, möglichst viel Strecke auf der 50-Meter-Bahn zu schaffen, die Mitglieder der Teams wechseln sich ab. Unabhängig vom Wetter ist das Wasser wie immer auf 23 Grad aufgeheizt. Veranstalter sind die DLRG Schwentinental und die Stadtwerke Schwentinental.

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