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Offene Rechnung sorgt für Ärger

Freie Turnerschaft Preetz Offene Rechnung sorgt für Ärger

Das Jahr sei fast „unerträglich schwierig“ gewesen, erklärte Ralf Löhndorf als Vorsitzender der Freien Turnerschaft Preetz. „Zur größten Herausforderung wurde die Kündigung unseres Pächters im FT-Sportheim im Mai.“ Der Verein habe immer noch offene Pachtforderungen von 11432 Euro.

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Inge-Brigitte Herrmann (94) wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Es habe sich schwierig gestaltet, einen Nachfolger zu finden. Zwei Bewerberinnen sprangen im Herbst ab. Von Ende November bis Ende Januar habe man das Vereinsheim in Eigenregie geführt, so Löhndorf, der auch selbst hinter dem Tresen stand. Inzwischen wurde mit Nejat Eyicalis ein neuer Wirt gefunden. „Das hat uns aber vor neue Herausforderungen gestellt, da er die Wohnung nicht übernehmen wollte und sie jetzt extra vermietet werden muss.“ Bürgermeister Björn Demmin freute sich in seinen Grußworten darüber, dass es in seiner Nachbarschaft eine Sky-Sportsbar gibt. „Das ist nicht der schlechteste Vorteil“, sagte er lachend. Er wies darauf hin, dass die Stadt einen festen Zuschuss an die Vereine zahle.

Vor allem bei der Integration der Flüchtlinge sei die Stadt auf verlässliche Partner angewiesen. „Sport ist eine Sprache, die über alle Grenzen verstanden wird.“ Bürgervorsteher Hans-Jürgen Gärtner erklärte, dass die FT aus Preetz nicht wegzudenken sei. Natürlich gebe es eine Konkurrenz zwischen den beiden großen Sportvereinen, „aber das Miteinander ist gewachsen“.

In ihrem Kassenbericht wies auch Bettina Thege noch einmal auf die schwierige Situation hin. „Die Pachteinnahmen, die uns weggebrochen sind, haben uns schon sehr weh getan.“ Dazu kamen die Anliegerbeiträge für den Ausbau der Kührener Straße, für die man einen Kredit aufgenommen habe. Schon im September habe man eine Etatsperre verhängen müssen. Wichtiges Ziel sei es deshalb in diesem Jahr, die hohen Kosten für Strom, Wasser und zu Gas zu senken. Der Haushaltsentwurf wurde von den Mitgliedern ebenso einstimmig genehmigt wie die erste Beitragserhöhung nach fünf Jahren. Im Sportprogramm sei Zumba für Kinder „der neue Hit“, freute sich Löhndorf.

Nach einer Pause starteten auch die Schwimmer wieder durch. Inzwischen habe der Verein eine weitere Hallenzeit dazu buchen müssen. Im Tischtennis habe Udo Karkowski junge Spieler zu Trainern ausbilden lassen, um die Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen. Der Kreis-Plön-Lauf, der immer im Fichtestadion ende, sei jedes Jahr ein großes Ereignis für den Verein. „Wir müssen uns nur noch besser darstellen“, appellierte Löhndorf an die Abteilungen, sich Gedanken zu machen.

Eine besondere Auszeichnung gab es für Inge-Brigitte Herrmann, die erst mit 76 Jahren mit dem Tischtennis angefangen hatte und danach sogar Europa- und Weltmeisterschaftstitel sammeln konnte. Die 94-Jährige wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Mit der Verdienstnadel in Gold wurde der stellvertretende Vorsitzende Kurt Lesky für sein langjähriges Engagement geehrt. Verdienstnadeln in Silber gab es für Roswitha Först, Christiane Nissen, Björn Brändl und Hermann Herwig. Mannschaft des Jahres ist die D-Jugend, ungeschlagener Kreisligameister im vergangenen Jahr und jetzt in der höchsten Spielklasse, der Verbandsliga Nord-Ost. Bei den Wahlen wurden die Vorstandsmitglieder einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

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