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Krankenschwester berät Familien

Frühe Hilfen Krankenschwester berät Familien

Heinke Zurheide sagt von sich selbst, einem wundervollen Beruf nachgehen zu können. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn die erfahrene Kinderkrankenschwester unterstützt Familien oder Alleinerziehende, die gerade ein Baby bekommen haben.

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Die junge Mutter Melina Tessin freut sich über den Besuch der Kinderkrankenschwester Heinke Zurheide, die ihr schon wertvolle Tipps für die Pflege und Ernährung ihres Söhnchens gegeben hat.

Quelle: Anne Gothsch

Lütjenburg. Mit ihnen erlebt Heinke Zurheide all die großen und kleinen Wunder, die mit der Entwicklung eines Neugeborenen verbunden sind. Ihre Beratungstätigkeit ist eingebunden in die sogenannten frühen Hilfen, die das SOS-Kinderdorf Lütjenburg in Kooperation mit weiteren Partnern anbietet.

 „Gerade beim ersten Kind haben die Eltern viele Fragen rund um Gesundheit, Pflege und Ernährung des Kindes. Die hören nach den ersten sechs Wochen Betreuungszeit durch eine Hebamme längst nicht auf. Im Gegenteil, oft wächst die Unsicherheit, weil sich all die Ratschläge von Angehörigen, Freunden, aus Büchern oder dem Internet nicht selten widersprechen“, erklärt Heinke Zurheide.

 So geht es auch der 20-jährigen Melina Tessin aus Futterkamp, die mit ihrem fast vier Monate alten Söhnchen Ben einen richtigen Wonneproppen im Arm hält. Schon bei der Geburt wog der Kleine stolze 3750 Gramm. Weil er im Vergleich zu Gleichaltrigen größer und schwerer ist, gab es schon unterschiedlichste Ernährungstipps, auch Brei wurde empfohlen. Die Kinderkrankenschwester kann beruhigen: „Der Kleine ist aufgeweckt und mobil, es ist alles in Ordnung. Vor dem fünften Monat sollte er nur die Flasche bekommen, dann können Sie ausprobieren, ob Ben den Brei schon annimmt“, sagt Heinke Zurheide und zeigt der jungen Mutter einige Massagegriffe, die Bauchweh lindern, Blockaden lösen und die Mobilität fördern können.

 Alle Eltern eines Neugeborenen im Kreis Plön können auf Wunsch solch eine kostenfreie Beratung in Anspruch nehmen, die nicht allein auf das Baby fokussiert sein muss. Die zweifache Mutter kann auch Tipps zu Betreuungsmöglichkeiten sowie zu finanzieller Unterstützung und deren Beantragung geben oder gemeinsam mit den Eltern nach Lösungen in schwierigen Familien- oder Wohnverhältnissen suchen. „Für viele Mütter bin ich so etwas wie eine Freundin auf Zeit, mit der man auch mal über sehr persönliche Dinge reden kann, zumal die sozialen Kontakte in den ersten Wochen und Monaten ja doch ziemlich begrenzt sind. „Manchmal sind Eltern im ersten Moment skeptisch, weil sie eine Art Kontrolle befürchten. Doch das ist keineswegs der Fall. Alles wird absolut vertraulich behandelt, und ich unterliege der Schweigepflicht“, betont die mobile Kinderkrankenschwester. Dank ihrer engen Vernetzung mit Einrichtungen, die Babys und Kleinkinder betreuen und fördern, mit Medizinern, Therapeuten oder Familienhelfern kann sie gezielt weitere Unterstützung organisieren.

 Seit gut zwei Jahren ist Heinke Zurheide im Kreis Plön unterwegs und hat schon mehr als 250 Familien besucht. Dabei kommt sie nicht mit leeren Händen, sondern hat eine CD und ein Handbuch mit Informationen zu Kinderkrankheiten und Ernährung, einen Sammelordner mit vielen Tipps, Adressen und Telefonnummern von Ärzten und Beratungseinrichtungen, ein Büchlein zum Vorlesen sowie eine CD für Kinder im Gepäck.

 „Die überaus positive Resonanz der Eltern motiviert uns, uns für einen Erhalt der frühen Hilfen stark zu machen,“ betont Torsten Heinzl, zuständiger Bereichsleiter im SOS-Kinderdorf.

 Er berichtet, dass die Bundes- und Landesmittel dafür zum Jahresende auslaufen sollen. Es gebe zwar Überlegungen zur weiteren Finanzierung, doch sei noch nichts konkret.

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