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Frühjahrsputz am Strand

Hohenfelde Frühjahrsputz am Strand

Aktive des Helferkreises „Hohenfelde hilft“, Anlieger, Flüchtlinge und Gemeinde zogen einmal mehr an einem Strang und sammelten auf mehreren Kilometern Müll aus Dünen und entlang der Strandstraße.

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Viele fleißige Helfer packten bei der Müllsammelaktion mit an: (von links) Hartmut Hampl, Zead Khalaf, Frank Helterhoff, Monika Nauruhn, Rami Abdal Ali, Barbara (Bibi) Kathe, Mehmet Dag, Beate Glende, Renate Bröckl und Broder Hansen.

Quelle: Orly Röhlk

Hohenfelde. Papier, Dosen, Schnapsflaschen, Zigarettenkippen: Was Besucher des Hohenfelder Strandes so alles liegenlassen oder wegwerfen, wanderte dieser Tage in blaue Säcke. „Die Aktion sauberes Dorf fiel in diesem Jahr mangels Beteiligung aus, deshalb hatten wir die Idee, Müll am Strand zu sammeln“, erzählte Barbara Kathe, Sprecherin des Helferkreises. Schon mehrfach beim Boßeln dort oder auch beim Abholen von Deckeln für die Aktion „Deckel gegen Polio“ bei der Fischerklause und am Campingplatz seien ihr Papier, Kippen und zerknüllte Zigarettenschachteln aufgefallen. Relativ kurzfristig wurde daraufhin die Aktion auf die Beine gestellt. Man holte die Gemeinde mit ins Boot.

 Gemeindearbeiter Broder Hansen brachte einen Teil der Müllsammler zum Nippstrand und Hubertsberg Richtung Todendorf und transportierte am Ende die Säcke ab. „Das ist immer eine super Kooperation“, freute sich Kathe. Die Gemeindearbeiter leerten jeden Morgen die Mülleimer, aber es sei die erste Müllsammelaktion freiwilliger Helfer am Strand, so die Hohenfelderin. Sie hatte blaue Zettel vorbereitet, die sie unter Besuchern verteilte. Darauf stellte sich der Flüchtlings-Helferkreis vor und appellierte an alle, den Strand zukünftig sauber zu halten, Abfälle nicht liegen zu lassen und auch Angelhaken und -schnüre wieder mitzunehmen.

 Auf der Rückseite der Zettel hatte Kathe eigens recherchierte Beispiele aufgelistet, wie lange Müll braucht, um im Meer abgebaut zu werden. „Eine Plastikflasche oder eine Wegwerfwindel brauchen 450 Jahre, eine Getränkedose 200 Jahre, eine Angelschnur 600 Jahre, eine Zigarettenkippe ein bis fünf Jahre. Das kann zum Nachdenken anregen“, ist sie überzeugt.

 Zu den im Dorf lebenden Flüchtlingen, die bei der Aktion mitmachten, gehörte auch Rami Abdal Ali. Der 20-Jährige stammt aus dem Irak und berichtete, dass dort die Menschen vielfach ihren Müll einfach auf die Straße werfen. Aber es gebe auch andere, die den Müll aufsammelten. Eine positive Bilanz zog am Ende Barbara Kathe. „Vielleicht machen wir das nochmal zum Saisonende“, kündigte sie an. „Das war eine schöne Aktion.“

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