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Gewerbegebiet Wakendorf in Preetz Lösung in Sicht

Für die Erschließung des interkommunalen Gewerbegebiets Wakendorf in Preetz zeichnet sich eine Lösung ab. Dabei wurden zwei neue Varianten – eine Straße am Gelände der Firma Frank Druck entlang oder eine Zufahrt von der Wakendorfer Straße über Dorfstraße und Handelsweg – vorgestellt.

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Von der L 211 (im Hintergrund) könnte eine neue Straße rund um das Firmengelände von Frank Druck das erweiterte Gewerbegebiet erschließen.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Seit Monaten wird, wie berichtet, darüber diskutiert, wie die rund 32 Hektar große Fläche für eine Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets an die B 76 angeschlossen werden könnte. Eine direkte Zufahrt mit Links- und Rechtsabbieger auf der Bundesstraße sei nicht genehmigungsfähig, erläuterte Arne Saggau vom Ingenieurbüro Urban in der jüngsten Sitzung des Bauplanungsausschusses. Variante zwei über die Brücke Rethwischer Weg war von den Preetzer Politikern wegen einer zu hohen Belastung für die Anwohner abgelehnt worden. Eine neue Parallelstraße vom Knotenpunkt Wakendorf sei schwierig umzusetzen und ein neues Brückenwerk zu teuer.

 Saggau untersuchte daraufhin zwei neue Varianten. Nach einer Verkehrszählung an der Ecke Wakendorfer Straße/Dorfstraße zu den Spitzenzeiten morgens von 7 bis 8 Uhr und nachmittags von 16 bis 17 Uhr sei dieser Knotenpunkt mit Bau eines Linksabbiegers „ausreichend leistungsfähig“ für den nördlichen Teil des neuen Gewerbegebiets. Um die gesamte Fläche über diesen Weg zu erschließen, müsste man aber über einen Kreisverkehr oder eine Signalanlage nachdenken. Außerdem seien die Straßen im Gewerbegebiet derzeit durchschnittlich sechs Meter breit. Dies reiche zwar für einen Begegnungsverkehr mit zwei Lkw, aber sechseinhalb Meter seien besser, so der Ingenieur.

 Eine weitere Möglichkeit sei eine neue Straße nördlich von Frank Druck. Diese Strecke führe aber zum Teil über das Gemeindegebiet von Lehmkuhlen. Es entstünden relativ hohe Kosten und ein hoher Unterhaltungsaufwand für 900 Meter Straße. Außerdem sei der Weg mit zwei Kilometern bis zur B76 sehr lang.

 Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) favorisiere weiterhin Variante zwei, bei der Fahrzeuge aus Richtung Kiel über eine Ausfahrt auf den Rethwischer Weg und links über die Brücke zum Gewerbegebiet kommen. „Kann man diese Variante so bauen, dass man nicht von der Auffahrt rechts in den Rethwischer Weg abbiegen kann?“, fragte Simon Bussenius (CDU). Man könne die Durchfahrt für Lkw verbieten oder unattraktiv gestalten, sagte Saggau. Bussenius favorisierte diese Lösung – „mit dem Versprechen an die Anwohner, alles zu tun, um die Lkw raus zu halten“. Ausschussvorsitzender Rüdiger Koch (CDU) sah trotzdem eine zusätzliche Belastung.

 Mario Drews (SPD) war erstaunt: „Sie gehen ja zwei Schritte zurück. Wir wollten uns doch neue Varianten zeigen lassen.“ Die beiden vorgestellten Alternativen seien zudem günstiger als ein Brückenbauwerk. Kristian Klinck (SPD) betonte, dass man per Beschluss den Rethwischer Weg ausgeschlossen habe. „Das ist eine Frage der Zuverlässigkeit.“ Siegfried Beißwenger (FDP) meinte, dass die neuen Varianten unattraktiv seien, weil man „Zickzack“ fahren müsse. Er schlug eine Untersuchung vor, was man tun könne, um bei der Nutzung der vorhandenen Brücke den Rethwischer Weg zu entlasten. Nun werden die neuen Varianten erst einmal in den Fraktionen beraten.

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