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Fürs Freibad wird spitz gerechnet

Schwentinental Fürs Freibad wird spitz gerechnet

Die ersten Weichen für eine Sanierung des Freibads Schwentinental sind gestellt. Einstimmig beauftragte die Stadtvertretung am Donnerstagabend den Bürgermeister, die Erhöhung des Stammkapitals der kommunalen Stadtwerke um die voraussichtlichen Baukosten zu prüfen.

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Das Freibad in Schwentinental zieht Besucher aus der ganzen Region an. Die Technik ist allerdings mehr als 40 Jahre alt und müsste dringend erneuert werden.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Das Vorhaben soll im Haushalt 2017 berücksichtigt werden. Die Stadtwerke Schwentinental sind Eigentümer und Betreiber des Freibads und tragen bisher auch das jährliche Defizit von etwa 260000 Euro. Ihr Kerngeschäft ist allerdings die Energieversorgung. Eine Sanierung der Anlage, das ist auch unter den Kommunalpolitikern Konsens, kann die stadteigene GmbH nicht tragen. „Wir müssen das Stammkapital erhöhen – das ist die einzige Möglichkeit nach EU-Recht“, so Bürgermeister Michael Stremlau. Die Stadt muss dazu allerdings einen Kredit aufnehmen, denn Rücklagen gibt es nicht mehr. Stremlau rechnet mit einer Laufzeit von 28 Jahren.

 Drei Varianten für die Sanierung liegen aktuell vor, mit Gesamtkosten zwischen 3,7 und 4,7 Millionen Euro. Allerdings können die Stadtwerke die Mehrwertsteuer verrechnen, die tatsächlichen Kosten fallen also um 19 Prozent geringer aus. Der Bürgermeister berichtete außerdem, dass Schwentinental weiter mit Zuschüssen aus einem Landesprogramm zur Freibadsanierung in Höhe von einer halben Million Euro rechnen dürfe. Nächster Schritt sollen die Gespräche mit den Planern sein, um die bisherigen Schätzungen zu konkretisieren. „Mit den konkreten Kostenrechnungen gehen wir in die Ausschüsse“, versprach er. Dass die „große Lösung“ mit Becken wie bisher umgesetzt wird, dürfte angesichts der Geldprobleme unwahrscheinlich sein. Etwas günstiger wird es, wenn die Wasserflächen verkleinert werden und das Planschbecken an die große Anlage heranrückt. Doch es soll ein „modernes Schwimmbad“ werden, und es „muss konkurrenzfähig sein“, so der Bürgermeister.

 Bekanntermaßen ist die Freibadsanierung nicht das einzige Projekt, das in Schwentinental ansteht. Insgesamt stehen Maßnahmen in Höhe von fast zwölf Millionen Euro auf der Warteliste, darunter ein neues Gerätehaus für die Feuerwehr Raisdorf. Zur Konsolidierung der finanziellen Situation müssen sich die Bürger und Unternehmen auf Steuererhöhungen einstellen. Würde die Stadt die Grundsteuer A auf 370 (heute 300), Grundsteuer B auf 390 (heute 320) und die Gewerbesteuer auf 370 (heute 350) Prozent erhöhen, hätte sie jedoch auch Chancen, Fehlbetragszuweisungen vom Land zu erhalten.

 Zur Finanzierung der Freibadsanierung brachten die Grünen und der Wir-Vertreter unter anderem einen Verkauf des Reitergeländes in Klausdorf als Bauland ins Gespräch. Diese Idee war jedoch bereits bei der Erstellung des neuen Flächennutzungsplans nicht mehrheitsfähig gewesen. Auch die Hilfe durch Sponsoren wird immer wieder angesprochen. Dies sei sei eine gute Lösung für alles, was wünschenswert sei, beispielsweise die Renovierung der Umkleiden, so Stremlau. Doch der große Block müsse gesichert sein. Eine solide Finanzierung gehe nur über Kredite, sagte er.

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