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Fusion soll endlich klappen

Gemeindewerke Fusion soll endlich klappen

Es ist nach den gescheiterten Fusionsverhandlungen 2005 und 2011 jetzt der dritte Anlauf für einen Zusammenschluss der Gemeindewerke Heikendorf und Schönkirchen: Zum 1. Januar 2017 soll nun eine Fusion erfolgen. Darauf hat man sich im paritätisch besetzten Lenkungsbeirat verständigt.

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Heikendorf und Schönkirchen streben die Fusion ihrer Versorgungsunternehmen an.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf/Schönkirchen. Ein Eckpunktepapier als Grundlage für die weiteren Verhandlungen und eine sogenannte Meilensteinplanung, in der die noch abzuarbeitenden Handlungsfelder mit Zeitplan aufgelistet sind, ist von der Schönkirchener Gemeindevertretung mit großer Mehrheit Ende September verabschiedet worden. In Heikendorf wurde diese eigentlich ebenfalls für diesen Zeitpunkt vorgesehene Entscheidung vertagt. „Wir suchen den Dialog nicht nur mit Geschäftsführung und Mitarbeitern, sondern auch mit den Bürgern“, teilte Olaf Bartels, Sprecher der Heikendorfer Verhandlungsgruppe, auf Nachfrage mit. Aus diesem Grund ist für den heutigen Donnerstag, 18 Uhr, im Ratssaal eine Einwohner-Informationsveranstaltung zur möglichen Fusion anberaumt. „Da die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, wissen wir heute noch nicht auf jede Frage eine Antwort. Umso wichtiger ist es, zumindest alle Fragen zu kennen“, erklärte Bartels.

 Der Schönkirchener Olaf Bastian von der sechsköpfigen, wie in Heikendorf ausschließlich mit Kommunalpolitikern besetzten Verhandlungsgruppe, sieht jetzt den „ohnehin ehrgeizigen Zeitplan gefährdet“. Angesichts des geplanten Ruhestands von Heikendorfs Gemeindewerke-Geschäftsführer Heinz Theede im nächsten Jahr spricht Bastian von einer „einmaligen Chance“, aber auch von einem „nur kurzen Zeitfenster“ für die angestrebte Fusion. Eine Bürgerinformation hält Bastian erst für sinnvoll, wenn die grobe Marschrichtung steht. Mit Eckpunktepapier und Meilensteinplanung sei zunächst eine erste Etappe genommen.

 Für Olaf Bartels müssten im Falle eines Votums zu Gunsten einer Fusion auch durch die Heikendorfer Gemeindevertretung bei den weiteren Verhandlungen vor allem Themenbereiche wie die Bewertung der beiden Unternehmen sowie die Frage nach einem fairen Wertausgleich im Vordergrund stehen. Nur wenn sich eine Fusion auch tatsächlich „rechnet“ werde es laut Bartels zu einem Zusammenschluss kommen. Olaf Bastian nannte in diesem Zusammenhang eine Modifizierung des Rechnungswesens. In getrennten Spartenrechnungen könnten dann Risiken und Gewinne wie etwa für den Heikendorfer Hafenbetrieb allein von Heikendorf beziehungsweise für einen anderen Unternehmenszweig von Schönkirchen getragen werden.

 Die Ortshandwerkerschaft in Heikendorf spricht sich gegen eine Fusion der Gemeindewerke aus. In einem Schreiben an Bürgermeister Alexander Orth begründet Vorsitzender Gerhard Thoma dies mit den „erheblichen Nachteilen“, die aus Sicht der Ortshandwerkerschaft für die Gemeinde Heikendorf bei einem Zusammenschluss der „ungleichen Kommunalbetriebe“ verbunden wären. Eine Kooperation hingegen ließe Raum für eine positive Entwicklung auf beiden Seiten.

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