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Smartboard statt Kreidetafel

Futterkamp Smartboard statt Kreidetafel

Das digitale Klassenzimmer hat die Außenstelle des Berufsbildungszentrums (BBZ) in Futterkamp (Gemeinde Blekendorf) erreicht. Drei neue Smartboards im Wert von zusammen 15000 Euro haben den Unterricht für die 170 Auszubildenden der Pferdewirtschaft grundlegend verändert.

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Lehrer Björn Erik Sawallisch und Schülerin Anna Fraeßdorf benutzen jetzt einen Stick, mit dem man schreiben oder das nächste Foto aufrufen kann.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Blekendorf. Lehrer Björn-Erik Sawallisch tippt mit einem Stick auf die „Tafel“ und ein neues Bild oder eine neue Textzeile erscheint. Wenn er will, kann er mit seinem Werkzeug ganz normal, aber in verschiedenen Farben schreiben. Die Kreidezeit in der Schule ist vorbei, der alte Videorekorder und das Röhren-Fernsehgerät für Pferdelehrfilme sind verschrottet. Streit um den einzigen EDV-Klassenraum wird es nie mehr geben. Elektronik, Licht eines Beamers und Laptops sind die Instrumente des heutigen Unterrichts im BBZ in Futterkamp. Die Schüler können mit ihren Tischcomputern auf das Smartboard zugreifen und umgekehrt. Die fertigen Arbeitsergebnisse landen in einem gemeinsamen Speicher, der Postbox, und können von allen abgerufen werden. Ist der Lehrgang in Futterkamp zu Ende und die angehenden Pferdewirte kehren zurück zu ihren Ausbildungsbetrieben, laden sie sich die gesammelten Informationen auf einen Stick für ihren Computer zu Hause. Die Schüler müssen nicht mehr mitschreiben, um den Unterricht zu dokumentieren. Der Lehrer bereitet seine Vorträge in einer Kombination von Bildern, Texten und Filmen vor, die er am Board abspielt. Ein Tippen mit dem Stick, schon geht es weiter.

 Dem spielerisch leicht aussehenden Unterricht, ging allerdings eine komplizierte technische Vorbereitung voraus, erklärt der stellvertretende BBZ-Leiter, Jörn Wiezorek. Es habe Wochen gedauert, die Technik einzustellen, Videofilme auf CD zu brennen und damit für Computer verfügbar zu machen. Die zehn Lehrer und die Schüler mussten zudem die neue Technik kennenlernen. Doch jetzt sind alle zufrieden und können sich einen Unterricht ohne die digitale Technik nicht mehr vorstellen.

 15000 Euro sind eine stolze Investition. Wenn nicht der Förderverein des BBZ einen Zuschuss von 3000 Euro beigesteuert hätte, hätte sich die Schule nur zwei Boards leisten können. Doch Wiezorek hält die Investition für absolut gerechtfertigt. 45 Unterrichtsstunden verbringen die Schüler pro Woche in ihren Klassen, neun Stunden pro Tag mit der digitalen Variante einer Tafel.

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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