18 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Kletkamper wollen Windkraft

Windkraft Kletkamper wollen Windkraft

Windräder und schöne Landschaft – das ist miteinander vereinbar. So lautet zumindest der Standpunkt der Gemeinde Kletkamp. Die Gemeindevertretung lehnt die Ankündigung des Kreises ab, den östlichen Teil des Amtes als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen. Das würde Windkraft verhindern.

Voriger Artikel
Stadtführer auf Herz und Nieren geprüft
Nächster Artikel
„Momentaussetzer“ sorgen für Chaos

In Kletkamp sind Windräder erwünscht. Der Kreis möchte sie verhindern.

Quelle: Gunda Meyer

Kletkamp. Wie berichtet, hat die Kreisverwaltung Plön Pläne aus dem Jahr 1984 hervorgeholt, die den Schutz der markanten Landschaft im Vorfeld des Bungsberges vorsehen. Sie ruhen seit 32 Jahren in der Schublade, ohne dass sie angefasst wurden.

Als das Land nun potentielle Flächen für Windräder unter anderem in Kletkamp ausmachte, nahm die Verwaltung das Projekt wieder auf. Das Landschaftsschutzgebiet soll sich weiter über Kirchnüchel, Hohwacht, Dannau, Helmstorf, Högsdorf und Blekendorf erstrecken.

Bürgermeister Bertram Graf von Brockdorff sieht in der Windkraft die einzige Chance für das kleine Kletkamp (84 Einwohner), wirtschaftlich voranzukommen und zusätzliche Einnahmen durch Gewerbesteuern zu erzielen. Bereits 1991 plante er den Bau von fünf Windrädern auf den Flächen seines Guts. Das scheiterte damals am Einspruch des Kreises. Genau diese Flächen hat das Land nun ins Visier genommen. Er erinnerte an die Gefahren der Atomkraft. „Wenn es in Krümmel knallt, sind auch die Menschen hinüber.“ Wenn ein Windrad zusammenbreche, sei das nicht der Fall. Allerdings: Auch von Brockdorff ist gegen große Windparks. „Ich möchte keine 30 Propeller hier stehen haben.“ Aber eine kleine Anzahl entfernt von den Wohnhäuser sei für Kletkamp und das Landschaftsbild verkraftbar. „Windkraft und Landschaft können zusammen funktionieren.“

Falls die Kreisverwaltung aber das Landschaftsschutzgebiet ausweise, erwarte er, dass man der Gemeinde an anderer Stelle entgegen komme – zum Beispiel bei der Kreisumlage. Er wünschte sich, dass Kletkamp die Chance erhält, sich weiter zu entwickeln. Bereits im Jahr 2000 hatte die Gemeindevertretung einen Beschluss pro Windkraft gefasst.

Klaus Vonderlage von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises hob in der Sitzung den hohen Stellenwert der Landschaft rund um das historische Kletkamp hervor. Der Raum am Fuße des Bungsbergs gehöre zum Kernbereich des Hügellands. Er sei noch frei von hohen Bauten. „Für den Kreis Plön ist die Landschaft hier von herausragender Bedeutung.“ Aus Sicht des Denkmalschutzes gebe es hier zahlreiche steinzeitliche Gräber und Anlagen wie das Gut Kletkamp, deren Umgebung zu schützen sei. Hinzu komme die Vielfalt der Natur. Zum Beispiel lebe hier der Seeadler. Dass das Gebiet unter Landschaftsschutz gestellt werde, sei ebenfalls bereits in den Rahmenplänen des Landes vorgesehen gewesen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3