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Fusion vor dem Aus

Gemeindewerke Fusion vor dem Aus

Die angestrebte Fusion der Gemeindewerke Heikendorf und Schönkirchen hat sich ganz offensichtlich zerschlagen. Auch im dritten Anlauf in den vergangenen zehn Jahren kamen die beiden Schrevenborner Partnergemeinden in den Vorgesprächen auf keinen gemeinsamen Nenner.

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Der kommunale Hafen von Möltenort ist ein wichtiges wirtschaftliches Standbein der Gemeindewerke Heikendorf. Die laut Geschäftsführer Heinz Theede „echte Perle“ wäre als Betriebszweig bei weiteren Verhandlungen ausgeklammert worden.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf. Eine endgültige Entscheidung über das Fusions-Aus steht am Mittwoch, 3. Februar, in der Heikendorfer Gemeindevertreter-Sitzung noch aus. Dann wird über das vom Lenkungsbeirat ausgehandelte Eckpunktepapier als Leitfaden für weitere Fusionsverhandlungen (von Schönkirchen ist dieses Papier schon im vergangenen Jahr abgesegnet worden) nun auch in Heikendorf abgestimmt. „Zum jetzigen Zeitpunkt macht eine Fusion keinen Sinn“, erklärte Bürgermeister Alexander Orth am Montagabend in einer Einwohnerversammlung im Ratssaal. Die Bedenken auf Heikendorfer Seite, das hätten die internen Beratungen gezeigt, seien laut Orth doch erheblich. Zu gravierend seien die Unterschiede der beiden Versorgungsunternehmen allein schon bei der Betrachtung des Betriebsvermögens und des zu unterhaltenden Stromnetzes.

 Der Aufsichtsratsvorsitzende der Gemeindewerke Heikendorf, Karl-Wilhelm Scharpf, wies auf „viele strittige Punkte“ hin. Bürgermeister Orth geht davon aus, dass am 3. Februar das Ende der Fusionsverhandlungen beschlossen wird. Für die UWH kündigte Bianca Thode in der Einwohnerversammlung an, dass ihre Fraktion geschlossen für ein Ende der Gespräche stimmen werde.

 Auch die Heikendorfer CDU möchte die Fusionsverhandlungen mit Schönkirchen einstellen. Zu unterschiedlich seien Erwartungen, Standpunkte und Interessen beider Gemeinden, begründete Tade Peetz den Vorstoß der CDU-Fraktion, gar nicht mehr über das Eckpunktepapier, sondern gleich über das Fusions-Aus abzustimmen.

 Angestrebt werde laut Orth und Scharpf für die Zukunft nun eine Intensivierung der bereits bestehenden Kooperation der Gemeindewerke. Als Energie-Einkaufs-Dienstleistungsgesellschaft (EED) treten die kommunalen Versorgungsunternehmen Heikendorf und Schönkirchen mit den Stadtwerken Schwentinental schon seit vielen Jahren gemeinsam auf dem umkämpften Strommarkt an. Auch auf Geschäftsführer-Ebene gebe es laut Heinz Theede, Geschäftsführer der Gemeindewerke Heikendorf, regelmäßig viele gute Gespräche. Theede selbst wird zum Jahresende in den Ruhestand gehen. Bei dem nun zu erwartenden Fusions-Aus müsste seine Stelle neu ausgeschrieben werden.

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