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Neuer Anlauf für die Seewiesen

Gemeinsames Baugebiet Neuer Anlauf für die Seewiesen

Es ist gerade ein halbes Jahr her, dass die Stadt Plön die Pläne eines Baugebiets gemeinsam mit der Nachbargemeinde Rathjensdorf beerdigen wollte. Nun erlebt das Projekt namens „Seewiesen“ doch wieder einen ungeahnten Schub.

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Beeinträchtigen ein Lärmschutzwall oder das linkerhand der Bundesstraße geplante „Wohngebiet Trammer See“ (auf der zu Rathjensdorf und Plön gehörenden Fläche hinter dem landwirtschaftlichen Anwesen) den Blick eines von Preetz kommenden Autofahrers auf das Plöner Schloss? Da gehen die Meinungen noch auseinander.

Quelle: Peter Thoms

Plön/Rathjensdorf. Von einer Auflösung des Planungsverbands ist keine Rede mehr – im Gegenteil: Am Dienstag wurde der überarbeitete Bebauungsplan auf die Reise durch die bürokratischen Instanzen geschickt.

 Eine gravierende Änderung gibt es aber doch: Der Name „Seewiesen“ stand für das Ursprungsprojekt von bis zu 150 Wohneinheiten, von denen rund die Hälfte an einem künstlichen See liegen sollten. Da es sich jetzt doch eher um ein „normales“ Baugebiet mit rund 100 Häusern und zwei Seen in der Nähe handelt, gab sich das aus Plöner und Rathjensdorfer Kommunalpolitikern bestehende Gremium einen neuen Namen: „Planungsverband Wohngebiet Trammer See“ – ein Vorschlag des Rathjensdorfer Bürgermeisters Uwe Koch.

 Noch im September des Vorjahres stand das Projekt eines gemeinsamen Plöner/Rathjensdorfer Baugebiets auf des Messers Schneide. Während die Rathjensdorfer an den Plänen festhielten, mehrten sich in Plön die Stimmen, die einen Schlussstrich ziehen wollten. In der Ratsversammlung scheiterte das Aus denkbar knapp: Bei Stimmengleichheit wurde der Antrag auf Auflösung abgewehrt.

 Nun richten sich also wieder alle Augen auf den Planungsverband unter Leitung des Verbandsvorstehers Jens Paustian, der die im Laufe der vergangenen zehn Jahre erarbeiteten Pläne wieder aus der Schublade holen kann: Planer Guntram Blank und Landschaftsarchitekt Florian Liedl erläuterten ihre Ideen, die rund 100 Wohneinheiten auf 70000 Quadratmeter Fläche zu verteilen. Rund ein Drittel der Häuser wird auf Rathjensdorfer Gebiet stehen, der Rest auf städtischer Fläche.

 Ebenfalls noch aktuell und unstrittig die Idee, das Areal in maximal fünf Quartiere aufzuteilen, die nacheinander bebaut werden dürfen, um nicht überall gleichzeitig Baustellen zu haben. Die Rathjensdorfer bekommen einen Vorsprung: Ihre Quartiere werden zuerst gebaut.

 Da an dem neuen Wohngebiet an sich kein Zweifel mehr besteht, ist es nun auch an der Zeit, weitere Details zu besprechen: Ein Waldstück und ein kleines Gewässer sollen nicht angetastet werden. Der Bodenaushub müsste nicht abgefahren, sondern könnte für einen Lärmschutzwall zwischen Baugebiet und Bundesstraße 76 verwendet werden. Laut Florian Liedl ein gängiges Verfahren, um unnötigen Lkw-Verkehr, sogenannten „Boden-Tourismus“, zu vermeiden.

 Da wurden jedoch die ersten Bedenken angemeldet: Für Bernd Möller (SPD) wäre „ein Wall an der Stelle eine Katastrophe“, wobei er auf die riesigen Aufschüttungen entlang der Preetzer oder Eutiner Ortsumgehung verwies. Sabine Kauf (Grüne) äußerte ebenfalls die Sorge, dass „das Neubaugebiet den spektakulären Blick auf das Plöner Schloss zerstört“. Bedenken, die Blank und Liedl nicht teilen, da der Blick aufs Schloss ihrer Meinung nach nicht beeinträchtigt werde.

 Angesichts der bisherigen Planungsgeschwindigkeit von über zehn Jahren hat der von Guntram Blank vorgelegte Zeitplan nahezu Sprinterqualitäten: Noch in diesem Jahr sollen Bebauungskonzept und die Auslegung des B-Planes erfolgen. Die erforderlichen Änderungen der Flächennutzungspläne könnten im Frühjahr 2017 erledigt sein, sodass die Bekanntmachung des „Wohngebiets Trammer See“ im Sommer kommenden Jahres erfolgen könnte.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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