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Erweiterung teurer als geplant

Gemeinschaftsschule Probstei Erweiterung teurer als geplant

Die Erweiterung der Gemeinschaftsschule Probstei wird fast eine Dreiviertelmillion Euro mehr kosten als geplant. Bei nur einer Gegenstimme akzeptierte der Schulverband die Kostenberechnung und gab grünes Licht für das Projekt. Es sollen unter anderem Räume für die neue Oberstufe und eine Aula entstehen.

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Über viele Gebäude verteilt: die Gemeinschaftsschule Probstei. Für 2017 werden insgesamt 1550 Schüler erwartet.

Quelle: Gemeinschaftsschule Probstei

Schönberg. „Das macht mir Angst“, sagte der Stakendorfer Bürgermeister Ernst Hansen, nachdem die Planer die Erhöhung der Kosten von knapp 5,4 auf 6,1 Millionen Euro begründet hatten. Doch obwohl er fürchtet, die Kosten könnten noch weiter steigen, stimmte er am Ende zu, einzig seine Krummbeker Amtskollegin Brigitte Vöge-Lesky stimmte dagegen.

 Schönbergs Bürgermeister Dirk Osbahr bezeichnete die Mehrkosten als „ärgerlich“, aber der Auftrag habe sich jetzt konkretisiert und zum Beispiel die zusätzlichen Mittel für eine Bühnentechnik der Aula seien sinnvoll. „Wir haben keine Alternative, als die Kröte zu schlucken“, meinte Wilfried Zurstraßen (SPD). Auch der Stoltenberger Bürgermeister, Lutz Schlünsen, hatte gemahnt, nun endlich mit dem Ausbau zu starten: „Wir haben keine Luftschlösser gebaut.“ Stefan Hirt (CDU) lobte ausdrücklich das Team der Schule, das sich intensiv an der Arbeit in den vielen Sitzungen des Planungszirkels beteiligte.

 Seit 2006 hatte die Region sich um die gymnasiale Oberstufe an der Gemeinschaftsschule Probstei bemüht, im September 2013 kam die Genehmigung vom Bildungsministerium. Kurz danach beauftragte der Schulverband das Architekturbüro Trapez aus Hamburg mit der Überplanung des gesamten Schulzentrums. Ein Planungszirkel aus rund 25 Vertretern des Schulverbands, der Lehrer und der Eltern beschäftigte sich mehrfach mit den Plänen. Die Entscheidung des Verbands fiel im April 2014 mit 17 Ja- und fünf Nein-Stimmen. Bei dem Projekt geht es nicht nur um die in diesem Schuljahr mit dem elften Jahrgang gestartete Oberstufe, denn auch ohne sie hatte die Schule schon lange zu wenig Klassenräume.

 Höhere Kosten entstehen unter anderem durch zusätzliche Brandschutzauflagen, Mehraufwand für die Heizung und die höheren Schülerzahlen in der Oberstufe. Die Möglichkeiten, die Kosten noch weiter zur reduzieren, seien sehr gering, betonte Planer Markus Matthießen. Der Bau sei als günstiger Standard geplant. Nach der Zustimmung des Verbands rechnet er nun für Anfang November mit dem Bauantrag und noch vor Weihnachten mit dem größten Teil der Ausschreibungen.

 Wie berichtet, ist die Erweiterung der Grundschule, bereits fertig und blieb nach Angaben von Verbandsvorsteher Helmut Wichelmann etwas unterhalb der geplanten Kosten von 850 000 Euro. Der dritte Bauabschnitt, der Bau einer Sporthalle, war zunächst zurückgestellt worden.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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