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Geologische Entdeckungen

Schönberger Strand Geologische Entdeckungen

Während Janne schon ganz viel in ihrem Eimer gesammelt hat, ist der von Piet immer noch leer. Doch dann entdeckt der Siebenjährige während der geologischen Strandwanderung am Schönberger Strand ein „komisches grünes Wabbelding“.

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Viel gefunden: Sonja Everskemper bei der geologischen Strandwanderung.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. Zu Beginn widmet sich die Geologin Sonja Everskemper dem Küstenschutz. „Wir gehen zuerst zu dem Hügel, der uns den Blick auf das Wasser versperrt“, sagt sie zu den etwas mehr als 20 Teilnehmern der Ferienaktion des Tourist-Service. „Jetzt sind wir auf dem Erdhügel, man nennt das Deich“, heißt es wenig später.

 Nach kurzen Erläuterungen zum Deichbau geht es um den Lebensraum Ostsee. Als sie fragt, wie viele Schneckenarten in der Ostsee leben, schätzen alle zu hoch. Zwei sind es nur, Muschelarten gibt es auch nur sieben, erklärt Everskemper: „Das Brackwasser der Ostsee ist ein extremer Lebensraum, in der Nordsee leben viel mehr Tierarten.“ Auch die Frage nach dem erfolgreichsten Tier in der Ostsee kann niemand richtig beantworten. Scholle und Hering werden vorgeschlagen, auch der Seehund, doch gemeint war die Qualle, die sich hier seit Urzeiten behauptet.

 Am Strand verteilt Sonja Everskemper kleine Eimer: „Mein Vater hat extra ganz viel Joghurt gegessen.“ Die Teilnehmer sollen so viele verschiedene Steine wie möglich und auch besondere Pflanzen und Tiere sammeln. Zwischendurch dürfen sie sich den Sand genauer anschauen und die Kristalle entdecken: „Damit man sieht, dass Sand nicht einfach nur Sand ist, habe ich eine Lupe mitgebracht“, erklärt die Geologin.

 Janne (10) aus dem nordrhein-westfälischen Meerbusch, die mit ihrem Bruder Piet und ihren Eltern Heike und Harm Köpke auf einem Bauernhof in Prasdorf Urlaub macht, findet rasch schöne Steine. Piets Eimer bleibt zunächst leer, bis er jenes grüne Teil findet und damit zu Sonja Everskemper läuft. „Das ist kein Wabbelding, das ist eine grüne Fiederalge“, erklärt sie, bevor sie sich nun den vielen Steinen widmet, die während der Wanderung am Strand gesammelt wurden. „Wir haben hier die ganze Erdgeschichte liegen“, meint sie und erklärt den Teilnehmern die verschiedenen Steine.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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