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Gerhard Kerssen verlässt Plön

Das Gesicht des Arbeitsamtes Gerhard Kerssen verlässt Plön

Er ist „das Gesicht des Arbeitsamtes im Kreis Plön.“ Dieser Beschreibung von Gerhard Kerssen, dem scheidenden Geschäftsführer des Jobcenters Plön, dürften die meisten Gäste in der voll besetzten Aula des Gymnasiums zugestimmt haben.

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Smalltalk nach der Feierstunde: Landrätin Stephanie Ladwig (von links), Elfi Kerssen, Stefan Leyk, Gerhard Kerssen, Michael Westerfeld und Ulrich Mietschke nutzten eine Pause vor der Schlacht am kalten Buffet für einen Klönschnack.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Petra Eyländer, Leiterin der Agentur für Arbeit in Kiel, dankte Kerssen für über 20 Jahre Einsatz. Er habe das Jobcenter Plön von „seinem Baby“ zu einem „selbstbewussten Teenager“ entwickelt. Vertreter des Kreises, der Politik, der Unternehmen und der Bundeswehr sowie zahlreiche Mitarbeiter und Kollegen verabschiedeten den 63-jährigen Kerssen. Er übernimmt eine neue Aufgabe bei der Bundesagentur für Arbeit als Beauftragter für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt.

Stefan Leyk als Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenters, die sich aus Vertretern des Kreises Plön und der Bundesagentur für Arbeit zusammensetzt, lobte Kerssen als „Querdenker“ und „Fördermittel-Akquisiteur“. Er habe die „größte Sozialbehörde des Kreises“ zu einer „modernen Hochburg der Arbeitsverwaltung“ gemacht.

"Viel Herzblut" eingebracht

Landrätin Stephanie Ladwig nannte das Plöner Jobcenter „eines der erfolgreichsten bundesweit“. Gerhard Kerssen habe „viel Herzblut“ in seine Arbeit eingebracht und die „Mammutaufgabe Hartz IV mit Bravour gemeistert“. Dabei habe er besonders die Langzeitarbeitslosen im Blick gehabt. Ladwig hob hier das Projekt „Land in Sicht“ heraus, für das etwa eine Million Euro Fördermittel eingeworben werden konnten.

Kreishandwerksmeister Ulrich Mietschke, Vorsitzender des Beirates Jobcenter, erinnerte an die Anfangszeiten von Arbeitsamt, Arge und schließlich Jobcenter Plön, als „die Politik ungeduldig“ war und die Menschen „möglichst schnell wieder in Arbeit kommen sollten“. In der Ära Kerssen seien Projekte wie die Turmhügelburg und das Eiszeitmuseum in Lütjenburg entstanden. Kerssens Nachfolger Michael Westerfeld (55) war zuletzt als Bereichsleiter der AA Elmshorn in Bad Segeberg tätig.

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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