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Gerüchte ärgern das Förderzentrum

Lütjenburg Gerüchte ärgern das Förderzentrum

Schließt das Förderzentrum in der Otto-Mensing-Schule? Die stellvertretende Schulleiterin Frauke Bauer muss sich in jüngster Zeit immer wieder mit diesem Gerücht herumschlagen. Nun geht sie an die Öffentlichkeit mit einer klaren Botschaft: Nein, das Förderzentrum nimmt auch in Zukunft Schüler auf.

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Schüler des Förderzentrums Lütjenburg erleben auf der Turmhügelburg, wie die Menschen im Mitttelalter kochten oder Feuer machten. Ihre Lehrerin Ulrike Chrzan und Ulrike Knye vom Mittelalterverein begleiten sie bei diesem Abenteuer.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Es ist ihr unklar, warum die falsche Botschaft ins Stadtleben kam. Möglicherweise hängt das von dem Ziel der Schulpolitik ab, möglichst viele Kinder an den üblichen Regelschulen zu unterrichten. Stichwort Inklusion. Die Zahl der Schüler, die direkt in der Otto-Mensing-Schule in einer der beiden Klasse sitzen, beträgt mittlerweile nur noch 22. Vor zehn Jahren waren es noch rund 90. Frauke Bauer hält die Fortexistenz dieser Klassen in Lütjenburg für wichtig. Schüler, die zusätzlichen gefördert werden müssten, hätten es nicht leicht in herkömmlichen Klassen, zum Beispiel weil sie von anderen gehänselt würden. Sie würden dort verhaltensauffällig. „Die werden entweder aggressiv oder ganz ruhig.“ Die Jungen und Mädchen, die das Förderzentrum aufnehme, kämen manchmal „wie mit gestutzten Flügeln“, so Bauers Beobachtungen. Auch, dass die Mensing-Schule nur eine Außenstelle des Förderzentrums Plön ist, könnte in der Öffentlichkeit Spekulationen befördert haben.

 Die acht Sonderpädagogen der Einrichtung betreuen nicht nur ihre direkten 22 Schützlinge, sondern auch Jungen und Mädchen in anderen Schulen. Dazu gehören die Gemeinschaftsschule und die Grundschule in Lütjenburg, die Grund- und Gemeinschaftsschule in Selent, die Grundschulen in Blekendorf und Dannau.

 Eine Besonderheit: Kräfte des Förderzentrums und der örtlichen Grundschule unterrichten nach dem „Lütjenburger Modell“. Dahinter verbirgt sich eine Klasse an der Grundschule, in der Kinder Platz nehmen, die noch nicht ganz schulreif sind. Sie werden hier besonders gefördert, bis sie in eine normale Klasse wechseln. Auf das Lütjenburger Modell schauen mittlerweile andere Schulen, die das Projekt übernehmen wollen.

 Auch Schulrat Stefan Beeg weist die Gerüchte über eine Schließung zurück. „Es ist nicht beabsichtigt, dass das Förderzentrum eine Schule ohne Schüler wird“. Es werde in jedem Fall einzeln nach Rücksprache mit den Eltern entschieden, ob ein Kind die Einrichtung besuchen soll.

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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