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Brückenschlag zur Fördeschifffahrt

Gesprächsrunde Brückenschlag zur Fördeschifffahrt

Wie können Busverbindungen und Fördeschifffahrt verbessert werden? Das war die zentrale Frage einer CDU-Gesprächsrunde am Freitagabend im Heikendorfer Strandhotel Seeblick. Ein flexibles Rufbussystem, so lautete die klare Botschaft des Abends, könnte das ÖPNV-Angebot deutlich aufwerten.

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Ein Rufbussystem auch im Kreis Plön? Das wäre laut Thomas Brechtel (rechts), Geschäftsführer der Heikendorfer Firma FLS für Logistik-Software und Tourenoptimierung, relativ schnell machbar.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf. Außerdem wird eine zusätzliche Buslinie im Amt Schrevenborn favorisiert, die als momentan nicht bestehende Querverbindung das Hinterland im ländlichen Raum mit der Fördeschifffahrt verbindet und damit den Brückenschlag zur Landeshauptstadt Kiel auf dem Wasser herstellt. Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth, der ein vernünftiges Nebeneinander von festen Buslinien und Rufkleinbussen für sinnvoll hält, setzt speziell bei der Rufbuslösung auf die finanzielle Unterstützung der Landesregierung. „Was wir jetzt brauchen, ist die möglichst schnelle Entwicklung eines solchen Systems und kein parteipolitisches Gezänk“, betonte Orth (SPD), der die Rufbus-Diskussion, wie berichtet, zusammen mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Werner Kalinka in Gang gebracht hatte.

 Schrevenborns Amtsvorsteher Eckhard Jensen drängt darauf, das Rufbussystem in einem Pilotprojekt in den drei Gemeinden Heikendorf, Schönkirchen und Mönkeberg möglichst schnell zu realisieren. Laut Thomas Brechtel, Geschäftsführer der Heikendorfer Softwareentwicklungsfirma FLS für Logistik und Tourenoptimierung, könne solch ein auf den individuellen Bedarf der Fahrgäste zugeschnittenes System als „Insellösung“ vergleichsweise schnell umgesetzt werden. Ihm schwebt jedoch eine flächendeckende möglichst landesweite Einführung von Kleinbussen vor, die auf Bestellung fahren. Nur so könnten laut Brechtel wirkliche Kosteneinsparungseffekte erzielt werden.

 „Rufbussysteme sind schon in verschiedenen Bundesländern im Einsatz und lassen sich leicht adaptieren“, sagte der Plöner Kreistagsabgeordnete Gerd-Dieter Arp, einer der rund 70 Zuhörer, in seiner Funktion als VKP-Aufsichtsratsmitglied. „Wir sollten diesen Schritt jetzt angehen.“

 Einigkeit herrschte auch bei der Diskussion um die von der Stadt Kiel und dem Kreis Plön angestrebte Aufwertung der Fördeschifffahrt. Neue, ergänzende Bus-Querverbindungen im Amt Schrevenborn, die das Hinterland mit den kleinen Dörfern anbinden, müssten ihre Endhaltestellen im Bereich der Fähranleger von Möltenort und Mönkeberg haben. Nur so könnten die Fahrgastzahlen auf den Fördedampfern tatsächlich nachhaltig gesteigert werden. In einer Einwohnerbefragung werden alle Schrevenborner Haushalte im Februar zum Bedarf zusätzlicher Buslinien und einem Ortspendelverkehr zwischen den beiden Fähranlegern von der Verwaltung befragt. Thomas Pekrun, Vorstandsmitglied bei Kiel-Marketing, und Michael Henry vom Verein Förde Fördern wiesen neben der ÖPNV-Bedeutung der Fördeschifffahrt auch auf deren positiven touristischen Effekt hin.

 Für Werner Kalinka steht fest, dass „wir zwar im Moment keine fertigen Lösungen haben, aber eine verbesserte Vernetzung von Rad, Bus, Fördeschifffahrt und meinetwegen auch Bahn in den zuständigen Gremien des Kreistages verstärkt angehen werden“.

 Die Diskussion war der Auftakt zu einer Reihe von Ostufer-Gesprächsrunden von CDU-Kreisverband und Kreistagsfraktion zusammen mit den Ortsverbänden. Die nächste Runde findet am Donnerstag, 3. März, in Schönkirchen zum Thema Schule und Sport statt.

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Amt Schrevenborn
Foto: Ein zentraler Punkt bei der angestrebten Verbesserung des ÖPNV-Angebotes in den drei Gemeinden des Amts Schrevenborn ist die ausbaufähige Verzahnung von Fördeschifffahrt und Busverbindungen.

In den drei Schrevenborner Gemeinden Heikendorf, Mönkeberg und Schönkirchen wird in Sachen Busverbindungen und Fördeschifffahrt im Amt Schrevenborn kräftig Gas gegeben. Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Donnerstagabend grünes Licht für eine Einwohnerbefragung gegeben, die im Februar anlaufen soll.

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