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Gewerbegebiet sucht Anschluss

Preetz Gewerbegebiet sucht Anschluss

Führt die Planung für das interkommunale Gewerbegebiet Wakendorf nahe der B76 in Preetz in eine Sackgasse? Die bisherigen Varianten für die Erschließung stoßen auf deutliche Ablehnung – sowohl bei den Mitgliedern des Bauausschusses als auch bei den Anliegern des Rethwischer Wegs.

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Die Anwohner des Rethwischer Wegs befürchten bei einer Anbindung des neuen Gewerbegebietes über die vorhandene Brücke (vorne) verstärkten Verkehr in ihrer Straße.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. In großer Zahl waren diese zur Sitzung des Gremiums in den Ratssaal geströmt. Die Stadt plant, wie berichtet, eine Erweiterung des Gewerbegebietes um 32 Hektar, wobei nach den derzeitigen Entwürfen des Planungsbüros nur rund 18 Hektar mit kleinteiligem Gewerbe bebaut werden sollen. Die Knickstrukturen sollen so weit wie möglich erhalten werden, außerdem zieht sich ein Grünstreifen von West nach Ost. Im nördlichen Bereich sind 31 Grundstücke, im südlichen 28 vorgesehen, wobei die Grenzen noch verschoben oder Flächen zusammengelegt werden könnten.

 Ende 2014/Anfang 2015 war ein Rahmenplan erarbeitet worden, der dem Bauausschuss im Mai vorgestellt wurde. Einen Beschluss gab es nicht, da die Anbindung an die B76 noch mit dem Wirtschaftsministerium geklärt werden sollte. Denn genau dies ist der Knackpunkt. In einer Machbarkeitsstudie wurden mehrere Alternativen geprüft, darunter eine Anbindung vom Knotenpunkt Wakendorf über eine neue Straße parallel zur B76 und über die vorhandene Brücke am Rethwischer Weg. Die erste Variante ist aufgrund der Kosten, der Bodenbeschaffenheit und der Probleme mit der kreuzenden Dorfstraße kaum realisierbar, die zweite wird rundheraus abgelehnt. Befürchtet wird starker Schleichverkehr durch die Stadt in Richtung Gewerbegebiet.

 „Wir waren uns doch alle immer einig: Die Erschließung läuft nicht über den Rethwischer Weg“, betonte Mario Drews (SPD) unter dem Beifall der Zuhörer. „Wenn sich das anders nicht realisieren lässt, geben wir die Pläne eben auf.“ Er kritisierte aber auch die Grünen, die in einem Flyer den Eindruck erweckt hätten, dass der gesamte Lkw-Verkehr durch die Straße geschickt werde: „Wie können Sie den Anwohnern solche Angst einjagen?“

 Auch Ausschussvorsitzender Rüdiger Koch (CDU) erklärte, dass man eine Lösung suchen wolle, die eine Belastung des Rethwischer Weges ausschließe. „Warum wird dann überhaupt so eine Planung gemacht?“, fragte Steffen Gnutzmann (Bündnis 90/Die Grünen). Ein Gutachter habe die Aufgabe, alle technisch denkbaren Lösungen aufzuzeigen, erwiderte Koch. Schließlich wurde diese Variante mit deutlicher Einstimmigkeit zu den Akten gelegt. Nach längerer Diskussion zog Kristian Klinck (SPD) ein Fazit: „Die Entwicklung des Gewerbegebietes geht nur über eine direkte Anbindung an die B76. Wenn das nicht klappt, ist das Ding tot.“ Einstimmig wurde beschlossen, die Aufstellung eines B-Plans erst einmal weiter zu verfolgen. Außerdem wird Bürgermeister Björn Demmin gebeten, Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium über die Erschließung zu führen.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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