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Gewerbegebiet sucht Anschluss

Preetz Gewerbegebiet sucht Anschluss

Die Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebiets in Preetz hakt an einer Stelle: Wie sollen Fahrzeuge von der B76 auf das Areal neben der bestehenden Gewerbefläche in Wakendorf gelangen? Bürgermeister Björn Demmin stellte jetzt Workshops mit bis zu 50 Teilnehmern vor.

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Wie soll das geplante interkommunale Gewerbegebiet in Preetz von der B76 erschlossen werden? Bürgermeister Björn Demmin will in Workshops Beteiligte und Betroffene an einen Tisch holen.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Für die Erschließung des rund 32 Hektar großen Gewerbegebiets, das im Rahmen eines regionalen Entwicklungskonzepts der Kiel-Region entstehen soll, wurden bereits mehrere Varianten diskutiert. Doch bisher konnte keine Einigung erzielt werden. Die vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) favorisierte Anbindung über die Brücke am Rethwischer Weg hatte der Bauausschuss im vergangenen Jahr rundheraus abgelehnt. Die Anwohner hatten eine starke Belastung durch den Lkw-Verkehr befürchtet.

 Demmin schlug nun ein sogenanntes „diskursives Verfahren“ mit allen Beteiligten vor, um eine konsensfähige Lösung zu finden. Einbezogen würden die zuständigen Verwaltungen von Kreis und Stadt, Vertreter der Kiel-Region, des LBV und der Preetzer Fraktionen sowie betroffene Anwohner. Dabei sollten zunächst alle Bedenken und Anregungen noch einmal aufgezeichnet und auch die geschätzten Kosten dargestellt werden. „Voraussetzung für ein erfolgreiches Ergebnis ist bei allen Beteiligten die Bereitschaft, gegebenenfalls den eigenen Standpunkt zu überdenken, um eine gefundene Problemlösung mitzutragen“, so der Bürgermeister. Es sei ein ergebnisoffenes Verfahren, betont er. „Es könnte auch sein, dass im schlechtesten Fall gar kein Gewerbegebiet entsteht.“

 Geplant seien drei von einem unabhängigen sachkundigen Moderator geleitete Workshops mit maximal 50 Teilnehmern. Die Aufgabe des beauftragten Gutachter-Teams bestehe darin, die bisher vorliegenden Untersuchungen und Abstimmungen zur Erschließung zusammenzustellen und aufzubereiten, die Ergebnisse aus den Workshops auszuwerten und konsensfähige, eventuell auch neue Varianten weiterzuentwickeln. Dabei sollen verkehrsplanerische, städtebauliche, wirtschaftliche, ökologische und rechtliche Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden. „Die Referenzen der Gutachter klangen ganz beeindruckend“, so Demmin.

 Die Kosten für dieses Verfahren schätzt er auf 30000 Euro. „Das ist viel Geld, das gebe ich zu“, erklärte er in der Bauausschusssitzung. Parallel habe er in der Kiel-Region, die ja viel Interesse an der Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebiets habe, einen Zuschuss aus dem Regionalbudget beantragt.

 Die Mitglieder des Bauausschusses zeigten sich nicht abgeneigt. „Das ist das beste Verfahren, von dem ich bisher gehört habe“, sagte Vorsitzender Rüdiger Koch (CDU/FWG). „Charmante Aspekte“ sah Stephan Gregor (BGP): Vielleicht kämen von den Bürgern neue Ideen. „Sie setzen zu viel Hoffnung in das Verfahren“, meinte dagegen Mario Drews (SPD). Auch Kristian Klinck (SPD) äußerte Bedenken: Er bleibe bei seinem Entschluss, keine Anbindung über den Rethwischer Weg zuzulassen. „Das ist eine tolle, faire Angelegenheit“, betonte dagegen Monika Büschleb-Blöck (CDU/FWG). Steffen Gnutzmann (Bündnis90/Die Grünen) kritisierte, dass „wir unsere ureigenste Aufgabe als Stadtvertreter abgeben“. Und mit dem aktuellen Wissensstand zu den Kosten könne man sich nur blamieren. Der Vorschlag soll nun in den Fraktionen beraten werden.

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Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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