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Mit Zumba zum Wunschgewicht

Von 160 auf 93 Kilogramm Mit Zumba zum Wunschgewicht

„Jeder kann es schaffen, man muss nur an sich glauben“, sagt Sarah Traber aus Giekau und blickt auf die Jahre seit 2009 zurück. Damals wog die heute 28-Jährige 160 Kilogramm. Rund 93 Kilo bringt die dreifache Mutter aktuell auf die Waage. Sie hat ihr Leben umgestellt. Ihr Ziel: 80 Kilo.

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Die lilafarbene Hose Größe 56/58 hat Sarah Traber aufgehoben. Sie erinnert die 28-Jährige an ihr Ausgangsgewicht von 161,8 Kilogramm. Das war 2009, vor der Magen-Verkleinerung.

Quelle: Orly Röhlk

Giekau. Nicht mehr viele Dinge erinnern an die Zeit, als die lilafarbene Hose Größe 56/58 passte. Das Kleidungsstück hat sie aufgehoben. „In Stretchhosen sehen 20 Kilo wie drei oder vier Kilo aus“, weiß die 1,73 Meter große, gelernte Bäckerin. „Jetzt bin ich ein Hosenbein.“

Mit Fast Food und dem Naschen von Kuchenresten ging es los, als sie mit 16 von zu Hause auszog und in Schönberg die Lehre begann. „Das unbewusste Essen war so schlimm, früher habe ich beim Tanken mal so nebenbei um die 1000 Kalorien geshoppt.“ 2008 lernte Sarah ihren späteren Ehemann kennen, der sich an ihrem Gewicht nicht störte und sie als Menschen liebe, erzählt die junge Frau. Als die Waage 2009 bei 160 Kilo erstmals „Error“ anzeigte, ließ sie sich einen Teil des Magens entfernen. 20 Kilo nahm sie ab, 2010 kam das erste Kind, Mia. Da wog Sarah Traber 140 Kilo. Zur Hochzeit 2011 schaffte sie es bis auf 118 Kilo. Bald darauf waren es wieder 144 Kilo. „Ich habe alle Diäten durch und kenne den Jo-Jo-Effekt“, zieht sie Bilanz. 2012 wurde Philipp geboren, 2015 kam Ben zur Welt. Da war sie schon auf 95 Kilo runter.

Die Wende brachten zwei Todesfälle in der Familie. „Ende 2011 starb mein einer Onkel, Anfang 2012 ein zweiter Onkel, beide infolge starken Übergewichts“, erinnert sich Traber. Doch es dauerte bis 2013, bis sich ein Gedanke bei ihr festsetzte und zur Umkehr zwang: „Ich möchte niemals, dass meine Kinder mich so finden.“ Sie ging in den Zumba-Kursus bei der VHS Lütjenburg, erfuhr viel Unterstützung durch die Trainerin Doris Preuß und machte selbst den Zumba-Instructor-Schein.

Fünf Mal die Woche Sport: Da purzelten die ersten Kilos. Parallel stellte Sarah Traber die Ernährung um. „Ich verbiete mir nichts und koche alles frisch, mittags essen wir alle ganz normal, und wenn die Kinder abends Brot bekommen, gibt es für mich Salat.“ Heute gibt sie selbst Body-Joy-Kurse und ermutigt andere Frauen und Männer, die von ihrem Gewicht herunter wollen, nicht aufzugeben. Wichtig sei die Bewegung wie Rad fahren oder Schwimmen, die sie in ihren Alltag eingebaut habe. Pro Woche nimmt sie so zwischen 300 und 500 Gramm ab. „Mittwochs ist Wiegetag, da gönne ich mir etwas zur Belohnung, aber kein Essen.“ Reiten oder Radtour statt Schokoriegel.

„Heute nutze ich die Freizeit nicht mehr zum Essen, heute bewege ich mich. Geblieben ist aber der tägliche Kampf zwischen mir und dem Essen.“ Wenn sie die 80 Kilo erreicht hat, möchte sie sich die überflüssige Haut entfernen lassen. Sie hofft darauf, dass die Kasse die OP bezahlt. Für 2017 steht für Sarah Traber ein weiterer Schritt auf dem Plan: Eine Umschulung zur Erzieherin.

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