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Strafe für „Zuspät-Eltern“

Kita in Grebin Strafe für „Zuspät-Eltern“

Auch die letzten Eltern der Grebiner Kindergarten-Kinder lernen ab dem Sommer mit Sicherheit, pünktlich zu sein. Die Gemeinde beschloss eine saftige Strafgebühr für Väter und Mütter, die ihre Kleinen zu spät abholen. Der Betrag hat es in sich: Für jede angefangene halbe Stunde Verspätung sind 30 Euro zu zahlen.

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Foto: Das Namensschild „Die kleinen Strolche“ wird demnächst vom wuchernden Grün befreit. Die Einrichtung verlangt vom Sommer an saftige Nachzahlungen von Eltern, die ihre Kinder andauernd zu spät vom Kindergarten abholen.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Grebin. Kindergartenleiterin Belinda Boehm steht voll und ganz hinter dem Beschluss: Es gebe Eltern, die „nicht lernfähig“ seien, sagte sie in der Gemeindevertretung. Einige nutzten die Gutmütigkeit des Personals „penetrant“ aus. Und es müsse ein „bisschen wehtun“, damit sich die Situation ändere. Sie kennt ähnliche Regelungen in anderen Kindergärten, wo es nun funktioniere.

 Allerdings: Die Zusatzgebühr wird erst nach einem Gespräch mit den Eltern fällig. Wer wegen erklärbarer persönlicher Umstände einmal nicht rechtzeitig erscheinen kann, bleibt natürlich von der Zahlung verschont. Die Regelung zielt auf die notorischen „Zuspät-Eltern“. Und für die kann es richtig teuer werden. Wenn um 16 Uhr Schluss ist im Grebiner Kindergarten, Vater oder Mutter wieder einmal aber erst um 16.45 Uhr erscheinen, kostet das gleich 60 Euro.

 Bürgermeister Jochen Usinger verteidigte die neue Regelung gegen einzelne skeptische Stimmen. Man müsse auch an das Privatleben des Personals denken, das nach Dienstschluss Termine beim Arzt oder bei einer Behörde abgemacht habe. Die Mitarbeiterinnen kämen in Bedrängnis, weil sie die Kinder natürlich nicht allein lassen dürften.

 Das Kinderwohl stellte Joachim Burgemeister (CDU) in den Mittelpunkt. Es sei ungemein schlimm für sie, wenn sie als einzige auf ihre Eltern noch warten müssten. „Man kann das rechtzeitige Abholen organisieren, wenn man sein Kind lieb hat.“

 Zum Ende der Sommerferien ändert sich noch mehr bei „den kleinen Strolchen“, so der Name der Einrichtung. Die Kita (bisher 20 Plätze) wächst um eine Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren mit zehn Plätzen. Ein Babyboom in der Region machte das nötig. Allein im kleinen Grebin (rund 900 Einwohner) kamen im vergangenen Jahr neun Babys zur Welt. Das Besondere an der Erweiterung: Weil es im benachbarten Plön ebenfalls reichlich Nachwuchs gibt, sind fünf Plätze für die Kreisstadt fest reserviert. Gemeinde und Stadt beschlossen eine feste Kooperation über die Kinderbetreuung.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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