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Grünes Licht für "Hein Schönberg"

Bahn Kiel-Schönberger Strand Grünes Licht für "Hein Schönberg"

Die Bahnstrecke zwischen Kiel und Schönberger Strand wird reaktiviert. „Von heute an heißt es für ,Hein Schönberg': Grünes Licht“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Montag in Schönberg. „Das Jahr beginnt gut für die Region“, meinte der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Lutz Schlünsen.

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Verkehrsminister Reinhard Meyer (rechts) erhielt von Lutz Schlünsen ein historisches Bild des alten "Hein Schönberg".

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. Schlünsen, der auch Bürgermeister in Stoltenberg ist, hatte den Minister nach Schönberg eingeladen, um zu hören, wie es um das „für uns sehr wichtige Zukunftsthema ,Hein Schönberg'“ steht. Der setzte das von der SPD erhoffte „deutliche Zeichen: ,Hein Schönberg' kommt“. Das sei „ein Prozess, der für mich ab heute unumkehrbar ist“, versicherte Meyer.

 Zwar sei der „Streit zwischen den Ländern noch nicht ganz beendet“, aber mit dem vom Bund versprochenen höheren Regionalisierungsmitteln sei das Projekt zu finanzieren. Die erwarteten Betriebskosten von 1,7 Millionen Euro pro Jahr seien damit „absolut darstellbar“, sagte Meyer. Wie berichtet, hatten die Länder lange mit dem Bund um eine Erhöhung der Mittel für den Schienennahverkehr gestritten. Derzeit fordern die ostdeutschen Länder aber noch eine andere Verteilung zwischen den Ländern.

 „Es wird schnell weitergehen“, versicherte Meyer. Das Planfeststellungsverfahren solle bald beginnen und möglichst 2017 abgeschlossen werden. Auf Nachfrage, wann die Züge wieder im Taktverkehr fahren, meinte der Minister, dass „mit aller Vorsicht – der Zug 2018 tatsächlich rollt“.

 Mit den Gemeinden soll jetzt weiter am Bus-Bahn-Konzept gearbeitet werden, das bis zum Sommer fertig sein soll. Zu möglichen Haltepunkten in Passade und Fiefbergen sprach Meyer von einer „offenen Diskussion“. Bei einer erneuten Berechnung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses (Ergebnis 1,3) wurden diese aber berücksichtigt. Meyer betonte, öffentlicher Nahverkehr sei immer auf Zuschüsse angewiesen. Für die Strecke Heide-Büsum müssten jedes Jahr 2,2 Millionen Euro gezahlt werden.

 „Überglücklich“ reagierte die stellvertretende Schönberger Bürgermeisterin Antje Klein (SPD) auf Meyers Ankündigung. Der SPD-Kreisvorsitzende Norbert Maroses sprach von einem „guten Tag für den Kreis Plön – insbesondere für die Probstei“. Der ehemalige Schönberger Bürgermeister Wilfried Zurstraßen (SPD) meinte: „Wir waren immer überzeugt davon, dass ,Hein Schönberg' nicht nur eine Geschichte hat, sondern auch eine Zukunft.“

 Die Kiel-Schönberger Eisenbahn, die stets "Hein Schönberg" genannt wurde, hatte 1897 den Betrieb aufgenommen. Die Verlängerung der Strecke um vier Kilometer von Schönberg zum Schönberger Strand ging am 18. Juni 1914 in Betrieb. Der reguläre Personenverkehr wurde 1975 eingestellt. Über die Wiederaufnahme des Betriebes wurde seit Anfang der 1990er-Jahre diskutiert. Bereits 1997 wurde das Projekt in den ersten landesweiten Nahverkehrsplan aufgenommen. Der ursprünglich vom Land angepeilte Starttermin Ende 2014 musste mehrfach verschoben werden.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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Die Landesregierung möchte „Hein Schönberg“ trotz des Konflikts mit den ostdeutschen Bundesländern um die Bahn-Regionalisierungsmittel reaktivieren. „Ich gehe davon aus, dass wir das als erstes Projekt zeitnah umsetzen können“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) KN-Online.

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