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Amtsbus: Grünes Licht für Probephase

Schrevenborn Amtsbus: Grünes Licht für Probephase

Kommt nächstes Jahr der Amtsbus Schrevenborn? Der Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Tourismus des Kreises Plön gab am Mittwochabend grünes Licht für einen Probebetrieb über zwei Jahre. Vor Ort gilt die Entscheidung als gutes Signal für die Umsetzung des langersehnten Projektes.

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Die Anbindung der Fähranleger (hier: Möltenort) an das Busnetz gehört zu dem langgehegten Wünschen im Amt Schrevenborn. Das könnte in der kommenden Saison Wirklichkeit werden,

Quelle: Andrea Seliger

Plön/Heikendorf. „Der gefundene Kompromiss war Schwerstarbeit“, sagt der Ausschussvorsitzende Lars Berwald (Grüne). Es habe sehr viele Gespräche mit den Parteien, den Verwaltungen und den Bürgermeistern vor Ort gegeben. „Ich bin froh, dass der Amtsbus jetzt endlich fahren kann“, so Berwald.

 Und so sieht das Konzept aus: Gemeinsam mit der VKP war eine Streckenführung ausgearbeitet worden, die von Montag bis Freitag sieben Fahrten von der Fähre Möltenort über Heikendorfs Zentrum nach Mönkeberg mit Abstecher zum dortigen Anleger bis nach Schönkirchen und zurück vorsieht. Am Wochenende sollten sechs Fahrten stattfinden. Der Amtsbus würde als Linie 119 fahren und das bisherige Angebot dieser Linie ergänzen. Das gesamte Konzept hätte allerdings einen Zuschuss von 150000 Euro benötigt, den die Kooperation im Kreis aus SPD, Grünen und FWG nicht komplett bewilligen wollte. Die Frage, wie hoch die Beteiligung der Amtsgemeinden sein müsse, hatte die Umsetzung der Idee zeitweise blockiert.

 In dem jetzt gefundenen Kompromiss, den die Kooperation als Antrag eingebracht hatte, ist vorgesehen, dass der Kreis die Grundversorgung von Montag bis Freitag finanziert, mit 113000 Euro jährlich in der zweijährigen Probephase. Am Wochenende soll der Bus nur während des Sommerhalbjahrs fahren, wo er auch von Touristen und Ausflüglern genutzt werden würde. Dafür würden voraussichtlich 18000 Euro fällig, die sich die Amtsgemeinden teilen müssten. Ein ähnliches Modell gibt es bereits in der Probstei. Dieser Antrag erhielt zehn Stimmen bei drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Die CDU hatte sich weiterhin dafür ausgesprochen, den Zuschuss komplett zu bewilligen, fand dafür aber keine Mehrheit.

 Trotz der Eigenbeteiligung für Schrevenborn wurde die Entscheidung vor Ort positiv aufgenommen: „Das ist ein gutes Signal“, so Amtsvorsteher Eckhard Jensen. Er will das Thema nun wieder in den Amtsausschuss bringen und hofft, dass er dort eine Mehrheit dafür gewinnen kann. Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth ist ebenfalls zufrieden. Etwas schade sei es, dass es darüber keine Einigkeit im Kreis-Ausschuss gegeben habe. „Der Kompromiss ist gut“, findet auch Schönkirchens Bürgermeister Peter Zimprich. Er zeigte sich optimistisch, dass das Modell nun auch bei der Abstimmung im Kreistag am 15. Dezember angenommen werde. „Für die Bürger ist wichtig, dass wir die Busverbindung endlich bekommen“, so Mönkebergs Bürgermeister Jens Heinze.

 Zufrieden äußerte sich auch Michael Henry vom Verein Förde fördern, der diesen Kompromiss angeregt hatte: „Das ist eine gute Nachricht für die Bürger in den drei Gemeinden und auch für die Schifffahrt. Es wäre nicht zu vermitteln gewesen, den Amtsbus, den ja eigentlich alle wollen, dem politischen Gezänk im Kreis Plön zu opfern.“

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