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Ohne Streit in die Zukunft

Grundschule Lütjenburg Ohne Streit in die Zukunft

Seit 2005 werden alle zwei Jahre Schulen in Schleswig-Holstein als „Zukunftsschule.SH“ zertifiziert, um ihre Projekte, Aktionen und Vorhaben zu würdigen und zu fördern. Aus dem Kreis Plön erhielt die Grundschule Lütjenburg mit den Außenstellen Panker (Darry) und Giekau das Prädikat. Sie bildet unter anderem Streitschlichter aus.

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Im Streitfall wissen sie zu schlichten: Emma, Clara, Finlay und Luisa von der Grundschule Lütjenburg.

Quelle: Karina Dreyer

Lütjenburg. Schimpfwörter, schubsen, hauen oder kaputtmachen: „Wir haben ein Büro, in das können die Streitenden in der großen Pause kommen“, beschreibt die achtjährige Luisa. Die Drittklässler haben zur Orientierung Karten, auf denen steht, wie man sich nach einem Streit am besten verhält und wie man alles reguliert. „Es müssen aber beide bereit sein, sich wieder zu vertragen, sonst klärt das die Lehrerin“, sagt Finlay (9). Und ein Grundsatz gilt immer: „Was kaputt gemacht wurde, wird ersetzt“, sagt Emma (8).

 Eine Erfahrung haben die Drittklässler schon gemacht. „In der dritten Klasse wird man vernünftig und rauft nicht mehr so wie die niedlichen Erstklässler“, weiß das Team. Die Schule bekam neben einer Plakette und Urkunde auch eine Aufwandsentschädigung von den schleswig-holsteinischen Sparkassen, die als Partner den mit 10000 Euro dotierten Nachhaltigkeitspreis landesweit auslobten. „Die Auszeichnung ist nicht nur eine Würdigung und gute Werbung für die Schule. Sie haben damit auch die Chance, in ihren Tätigkeiten beraten und zusätzlich gefördert zu werden“, erklärte Projektleiter Ulf Schweckendiek.

 Die Zukunftsschule.SH ist eine Initiative des Ministeriums für Schule und Berufsbildung und des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH). Das Projekt fördert Schulen, die den Slogan „Heute etwas für morgen bewegen!“ aktiv in ihrer schulischen Arbeit umsetzen. Insgesamt wurden landesweit bislang 250 Schulen  ausgezeichnet.

 Nachdem im vergangenen Jahr 198 Schulen für 2014/2015 prämiiert worden sind, haben sich für das nächste Schuljahr weitere 53 der Neu- und Re-Zertifizierung gestellt. Auf sechs regionalen Veranstaltungen stellen sie ihre Arbeiten vor und tauschen sich über zukunftsfähige Bildung aus. Zertifiziert wird in drei Stufen: „Wir sind aktiv“ umfasst Dokumentationen von Projekten, bei „Wir arbeiten im Netzwerk“ kommen außerschulische Partner hinzu, und bei „Wir setzen Impulse“ bietet eine Schule selber Fortbildungen für Lehrer an.

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