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Grundschule am Hufenweg bleibt

Preetz Grundschule am Hufenweg bleibt

Die Grundschule am Standort Hufenweg in Preetz ist gerettet. In der Außenstelle der Friedrich-Ebert-Schule in den Schulen am Hufenweg (ehemals Wilhelminenschule) werden auch nach den Sommerferien Abc-Schützen unterrichtet. Außerdem soll ein Konzept erarbeitet werden, um den Standort attraktiver zu machen.

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Die Außenstelle der Friedrich-Ebert-Schule in den Schulen am Hufenweg (ehemals Wilhelminenschule) bleibt erhalten.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. In einer Sondersitzung beschäftigte sich der zuständige Haupt- und Finanzausschuss mit dem Thema, das für viel Aufregung unter den Eltern, aber auch vielen älteren Preetzern gesorgt hatte. Denn die „Wilhelmine“, so der Name in der Bevölkerung, besteht seit fast 200 Jahren. Und so waren auf den Unterschriftenlisten, die die Initiative Eltern pro Wilhelmine ausgelegt hatte, auch schnell 700 Namen zusammengekommen.

 Anlass für den Aufruhr waren, wie berichtet, die mageren Zahlen für das kommende erste Schuljahr. Nur zwölf Kinder waren für den Standort am Hufenweg angemeldet worden. Durch Wegzug oder Ummeldungen war die Zahl der Schüler für die kommende vierte Klasse außerdem auf nur noch 14 geschrumpft. Daraufhin hatte Schulleiterin Anna Wollenberg nach Rücksprache mit Schulaufsicht und Ministerium angekündigt, die Klassen an der Friedrich-Ebert-Schule (FES) am Lohmühlenweg zusammenzufassen.

 Mit dem neuen Haushaltsbegleitgesetz, das zum 1. Januar dieses Jahres in Kraft getreten war, ist die Entscheidungskompetenz von Schulleitungen jedoch begrenzt worden. Über die Schließung entscheide damit der Schulträger in Form eines Antrags – der natürlich nicht gestellt werde, informierte Bürgermeister Björn Demmin über die Rechtslage, die Ausschussvorsitzender Wolf Bendfeldt schon in der Stadtvertretung vorgetragen hatte. „In einem Gespräch mit dem Bürgermeister und mir hat Schulrat Stefan Beeg diese Rechtsauffassung bestätigt“, so Bendfeldt.

 Der Protest der Eltern sei sehr beeindruckend, erklärte Demmin: „Aber es würde uns helfen, wenn sich der Elternwille darin manifestiert, dass dort mehr Kinder angemeldet werden.“ Schulleiterin Wollenberg bestätigte, dass es rund 30 mögliche Erstklässler für den Standort Hufenweg gebe, viele Kinder aber aufgrund der freien Schulwahl zukünftig zur Grundschule Schellhorn oder zur Hermann-Ehlers-Schule gingen.

 Der zuständige Ausschuss bestätigte in seinem Beschluss den von der Stadtvertretung bekundeten Willen, den Grundschulstandort zu erhalten. Außerdem wird die Schulleitung der FES für das kommende Schuljahr gebeten, in Zusammenarbeit mit dem Schulträger die organisatorischen Voraussetzungen für den weiteren Betrieb als Außenstelle sicherzustellen.

 Das Betreuungsangebot mit Offener Ganztagsschule und dem Hort auf der gegenüberliegenden Straßenseite bezeichnete der Bürgermeister als gut. Im Planungszirkel sollen aber nun die Schulleitungen der Schulen am Hufenweg zusammen mit dem Träger ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung erarbeiten. „Hierbei sind Ideen und Anregungen aus der Elternschaft ausdrücklich erwünscht“, betonte Antragsteller Jörg Fröhlich.

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