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Dunkles Kapitel der Geschichte

Richtfest für ein Mahnmal Dunkles Kapitel der Geschichte

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Gutes Schmoel bleibt in Erinnerung: Der Giekauer Bildhauer Jan Koberstein arbeitet seit Jahren an einem Mahnmal, dass an die Hexenprozesse und -verbrennungen erinnert

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Der gravierte und bunt bemalte Hexenstein ist nur die Ankündigung für das, was Bildhauer Jan Koberstein plant: ein drei Meter hohes Mahnmal.

Quelle: Peter Thoms

Schwartbuck. Der letzte Scheiterhaufen loderte in Schmoel um das Jahr 1683 herum. Aus dem Grundstein, ein Findling mit der Gravur „Schmoeler Hexenstein“, sind mittlerweile 1200 Ziegelsteine geworden. Aber auch das ist, ebenso wie das auffällige Wetterschutzdach, nur ein Zwischenschritt.

 „Die Idee mit dem Findling hatte mein Mann schon lange verworfen“, so Jan Kobersteins Ehefrau Cornelia Berens – der gravierte und bemalte Stein sei spätestens jetzt nur noch eine Ankündigung dessen, was auf dem Grundstück an der Zufahrt zum Gut Schmoel (Gemeinde Schwartbuck) direkt neben der Bundesstraße 502 passieren wird.

 „Je länger mein Mann und ich über das Mahnmal, das die Erinnerung an die Hexenprozesse wachhalten soll, nachgedacht haben, desto klarer wurde uns, dass ein kleiner Findling dem Thema nicht gerecht wird“, so Cornelia Berens. So sei nach und nach die Idee einer drei Meter hohen Kuppel entstanden, die an einen Scheiterhaufen erinnert, aber nicht einfach so errichtet werden sollte.

 Daher war es in den vergangenen zwei Jahren etwas ruhiger um das Projekt geworden. Zeit, die Koberstein und seine Helfer genutzt haben, um 1200 Ziegel herzustellen. Die sind mittlerweile getrocknet, aber noch nicht gebrannt. Die Ziegel sollen im Laufe des Sommers unterhalb des Wetterschutzdaches (Berens: „damit bei Regen der Lehm nicht wegfließt…“) zu einer Art Gewölbe aufgeschichtet werden. Im Herbst soll dann in der Kuppel mehrere Tage lang ein Feuer lodern und bei einer geschätzten Temperatur von 1000 Grad die Ziegelsteine brennen. Danach ist das Mahnmal wetterfest und das Schutzdach kann wieder abgebaut werden, ist Koberstein optimistisch, während Cornelia Berens ein wenig skeptisch ist, ob denn wirklich alles so klappt wie gewünscht.

 Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen: die Feuerkuhle ist ausgehoben, über dem Wetterschutzdach weht seit Sonnabend der Richtkranz und das Holz für den Brennprozess im Herbst ist neben der Baustelle aufgeschichtet. Tatkräftig geholfen haben dabei die Oldtimerfreunde Probstei. Mit ihrem historischen Geräten hatten sie viele Kubikmeter Holz gespalten und nach Schmoel gebracht.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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