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Familienhilfe für krebskranke Eltern

KN: Gutes tun im Advent Familienhilfe für krebskranke Eltern

Wenn Mutter oder Vater an Krebs erkranken, wird es für die Kinder besonders schwer: Arzttermine, Behandlungen, Ruhephasen – da ist das Familienleben arg beeinträchtigt. Das DRK hat im Kreis Plön ein Team von ehrenamtlichen Kinderpaten, die regelmäßig ein paar Stunden mit den Kindern verbringen.

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Das Team des DRK-Projekts: (von links) Oliver Drescher, Inga Hamann, Heidrun Schlouns, Jeanette Sawierucha, Ute Gieseler und Trine Meulengracht.

Quelle: sp

Schellhorn. Heidrun Schlouns, 64-jährige Krankenschwester aus Preetz, war vier Monate im Einsatz, als in der Familie der Vater starb. „Die Familie wollte gern, dass ich weitermache, aber das geht nicht.“

„Wir brauchen die Paten für andere Fälle“, sagt Oliver Drescher,  gemeinsam mit Trine Meulengracht Ansprechpartner für das DRK-Projekt in Schellhorn.

Beide Seiten können die Zusammenarbeit jederzeit beenden

Das sind die Regeln: Die Betreuung soll nicht länger als vier Monate dauern. Sonst könnte das Verhältnis zu eng werden. Die Paten werden nicht in der Endphase einer Krebserkrankung eingesetzt. Und: Die Kinder werden ausschließlich in ihrem familiären Umfeld und im öffentlichen Raum betreut. Auch müssen beide Seiten die Zusammenarbeit jederzeit beenden können.

Jeanette Sawierucha (48) aus Passade betreut zusammen mit Ute Gieseler (57) aus Lütjenburg drei Kinder im Altern von 5, 8 und 10 Jahren. Die Mutter hat Krebs, der Vater ist berufstätig. Ute Gieseler  spielt mit den Kindern und bringt sie abends ins Bett. Das gibt der Mutter die Möglichkeit, einen Yoga-Kursus zu besuchen.

Fünf Patinnen sind aktuell im Einsatz

Fünf Patinnen sind aktuell im Kreis Plön im Einsatz. Eine sechste steht bereit, eine weitere hat sich angeboten. Ein männlicher Bewerber war bisher noch nicht dabei. Meulengracht und Drescher bedauern das: „Es gibt ja Situationen, in denen ein Mann gefragt ist.“

Oder eine Oma. So kam Inga Hamann (69) aus Dersau zu ihrer Patenschaft. Sie betreut die 14-jährige Tochter einer allein erziehenden Krebspatientin. „Das Mädchen braucht natürlich jemanden in der Situation. Deshalb machen wir lange Spaziergänge“, sagt Inga Hamann.

So können Sie Spenden

Verwendungszweck: Leben mit Krebs

KN hilft, Förde Sparkasse, IBAN DE05 2105 0170 1400 2620 00

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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