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Gymnasium auf Modernisierungskurs

Plön Gymnasium auf Modernisierungskurs

Der Kreis Plön plant, den historischen Altbau des Gymnasiums Schloss Plön (GSP) energetisch zu sanieren. Zudem soll das 1976 auf dem Schulgelände errichtete Fachgebäude im rückwärtigen Bereich durch einen Neubau ersetzt werden. Grünes Licht signalisierten zwei Ausschüsse des Kreistags.

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Die Leiterin des Gymnasiums Schloss Plön, Anne Paulsen (links), erläuterte den Mitgliedern des Kreisbau- und Kreisschulausschusses vor Ort die geplanten Veränderungen und Baumaßnahmen.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. In einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses sowie des Schul- und Kulturausschusses sprachen sich deren Mitglieder einstimmig für die Vorhaben aus. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf 7,738 Millionen Euro. Und auch das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Plön soll durch einen multifunktionellen Anbau für etwa 1,5 Millionen Euro modernisiert werden. Hintergrund der geplanten Baumaßnahme am GSP ist der erhöhte Raumbedarf durch steigende Schülerzahlen. „Mittelfristig ist von einer durchgehenden Vierzügigkeit in der SekundarstufeI und einer durchgehenden Dreizügigkeit in der SekundarstufeII auszugehen. Danach wird die Klassenzahl in den kommenden Jahren um voraussichtlich fünf und die Schülerzahl um bis zu 140 ansteigen“, erklärte Schulleiterin Anne Paulsen.

 Die ursprüngliche Idee, zusätzliche Unterrichtsräume im Zuge der energetischen Sanierung durch einen Dachausbau zu schaffen, müsse verworfen werden, erläuterte Andreas Siebelts vom Kreisbauamt. Grund: Das Schulgebäude, das 1899 als Kaiserin-Auguste-Victoria-Gymnasium eingeweiht wurde, steht seit fünf Monaten unter Denkmalschutz. In die neue Planungsvariante, die in den Ausschusssitzungen am 29. Juni und in der Kreistagssitzung am 14. Juli beschlossen werden soll, seien auch viele Anregungen aus dem Rahmenkonzept „Lern-Räume“ einflossen, die von Vertretern des Lehrerkollegiums sowie der Schüler- und Elternschaft erarbeitet worden seien, betonten die Ausschussvorsitzenden Hans-Herbert Pohl (Bau) und Norbert Maroses (Schule).

 Bei der Suche nach Alternativen haben man auch das separate Fachgebäude, in dem sich die Unterrichtsräume für Biologie, Chemie und Physik sowie die Kunstwerkstätten befinden, geprüft. Ergebnis: Der Bau sei nicht nur energetisch, sondern auch substanziell mittelfristig komplett erneuerungsbedürftig, sagte Siebelts. Diese Vollsanierung würde mehr als 80 Prozent der Kosten eines Neubaus verursachen, aber zu keinem Raumgewinn führen. Ein Ersatzneubau könnte nicht nur beide Probleme lösen, sondern sei aus wirtschaftlicher und schulischer Sicht sinnvoller, so Siebelts.

 Ein weiterer Vorteil: Durch die Realisierung dieser Lösung in drei Bauabschnitten könne der Schulbetrieb relativ reibungslos organisiert werden, so Anne Paulsen. Der Ablauf: In Phase eins entsteht auf dem Schulhof das neue naturwissenschaftliche Fachgebäude. Danach beginnt die Sanierung des Altbaus, wobei Schüler aus den betroffen Bereichen in sogenannten Wechselklassen in den freigewordenen Bau umziehen. „Wenn die Bauarbeiter das Dach wegkloppen, ist ein Unterricht in benachbarten Klassenzimmern unmöglich“, so Paulsen. Zudem soll ein Aufzug in das zentrale Treppenhaus eingebaut werden, um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Sobald das Haupthaus wieder vollständig genutzt werden kann, soll das alte Fachgebäude abgerissen und das neue erweitert werden. Die Baumaßnahmen könnten 2017 beginnen und würden sich über drei bis fünf Jahre erstrecken, da besonders störende Arbeiten in den Ferien ausgeführt werden sollen.

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