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Härtefallkommission befürwortet Rückkehr

Albanische Familie Härtefallkommission befürwortet Rückkehr

Im Konflikt um die Abschiebung einer gut integrierten albanischen Familie aus dem Kreis Plön befürwortet die Härtefallkommission des Landes eine Rückkehr für den Fall, dass die Familie dies möchte.

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Bürger aus Kirchbarkau demonstrierten für die abgeschobene Flüchtlingsfamilie.

Quelle: Frank Peter (Archiv)

Kirchbarkau/Kiel. Im Konflikt um die Abschiebung einer gut integrierten albanischen Familie aus dem Kreis Plön befürwortet die Härtefallkommission des Landes eine Rückkehr für den Fall, dass die Familie dies möchte. Die Kommission bat die Ausländerbehörde des Kreises am Montag, eventuelle Rückkehrbestrebungen "wohlwollend ... zu befördern", eventuell mit Unterstützung des Innenministeriums. Die in Kirchbarkau lebende sechsköpfige Familie war abgeschoben worden, obwohl die Härtefallkommission des Landes ihr Votum zu dem Fall noch nicht abgegeben hatte.

Eventuelle Fehler sollen analysiert werden

Die Kommission nehme mit Befremden zur Kenntnis, dass die Ausländerbehörde die Abschiebung trotz Hinweisen aus dem Unterstützerkreis auf den laufenden Härtefallantrag nicht gestoppt hat, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Norbert Scharbach. Die Kommission bat die Landrätin, "die Umstände der Abschiebung kritisch auszuarbeiten, eventuelle Fehler zu analysieren und sicherzustellen, dass sich diese Vorgänge nicht wiederholen können". So einen Behördenfehler habe er in dieser Form bisher noch nicht erlebt, sagte Scharbach. Ein Sprecher des Kreises hatte von einem Verwaltungsfehler wegen Arbeitsüberlastung gesprochen.

Die Härtefallkommission hob ausdrücklich die Integrationsleistungen der Familie hervor, die in kurzer Zeit hervorragende deutsche Sprachkenntnisse erworben habe. Der Vater habe sich sehr schnell um Arbeit bemüht, sagte Scharbach. Am Mittwoch wird sich auch der Innen- und Rechtsausschuss des Landtages mit dem Fall befassen. Dieser hatte auch in der Landespolitik Betroffenheit ausgelöst.

Von dpa

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Abschiebung Kirchbarkau
Foto: Die Freunde der abgeschobenen albanischen Kinder schöpfen neue Hoffnung. Sie hoffen weiter, dass die Familie C. nach Kirchbarkau zurückkehren kann.

Der Kreis Plön signalisiert im Fall der abgeschobenen albanischen Familie aus Kirchbarkau Kooperationsbereitschaft: Man will alle Möglichkeiten einer Härtefallprüfung ausschöpfen, teilte der Kreis am Freitagnachmittag mit. Zuvor hatten Bürger massiv gegen die Haltung des Kreises protestiert.

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