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Halt in Fiefbergen möglich

Bahnstrecke Kiel-Schönberg Halt in Fiefbergen möglich

Entgegen der ursprünglichen Planung für die Bahnstrecke Kiel-Schönberg wird ein Haltepunkt in Fiefbergen jetzt als möglich und sinnvoll angesehen. Das erklärten Vertreter von Nah.SH vor Einwohnern und Gemeindevertretern. Die Gemeindevertretung stimmte mit sieben zu eins Stimmen für den Haltepunkt.

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Hein Schönberg könnte nach neuen Plänen auch in Fiefbergen einen Halt einlegen.

Quelle: KN

Fiefbergen. „Wenn man einen Halt in Fiefbergen möchte, muss man die Kreuzung nach Fiefbergen verlegen“, erklärte Lukas Knipping von Nah.SH (ehemals LVS) am Mittwochabend in einer speziellen Einwohnerfragestunde während der Sitzung der Gemeindevertretung. „Wir können uns das vorstellen“, sagte Knipping. Fiefbergen liege dafür sogar „etwas idealer“ als Schönberg. Entscheidend sei, den Verkehr so zu takten, dass jeweils zur vollen Stunde alle Umsteigemöglichkeiten am Kieler Hauptbahnhof erreicht werden. „Wir wollen die Züge aus der Probstei in diesen Knoten mit einbinden“, betonte Knipping. Dazu war bisher ein Kreuzungsbahnhof in Schönberg vorgesehen. Stattdessen könnte man aber auch in Fiefbergen ein zweites Gleis bauen, sodass die Züge sich dort begegnen können. Notwendig werde dann ein etwa 100 Meter langer Mittel-Bahnsteig. Die Fahrzeit von und nach Schönberg würde sich durch den Halt in Fiefbergen um etwa zwei Minuten verlängern, meinte Knipping: „Der Zug ist dann immer noch schneller als der Bus.“

 Wenn Fiefbergen einen Haltepunkt wünsche, könne demnächst eine konkrete Planung vorgestellt werden, sagte Knipping. Aus den Reihen der Einwohner gab es zwar einige Stimmen, die das Gesamtprojekt der Reaktivierung der Bahnstrecke in Frage stellten, die Entscheidung der Gemeindevertretung war aber eindeutig. Bei nur einer Gegenstimme wurde dem Haltepunkt ohne weitere Diskussion zugestimmt.

 Zuvor hatte Knipping auch Fragen zum Gesamtprojekt beantwortet. Es habe eine „gewisse Bremse“ in der Planung gegeben, weil das Land zur Sicherstellung der Betriebskosten die Entscheidung über eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel für den Nahverkehr abwarten wollte. Nachdem sich Bund und Länder nun, wie berichtet, grundsätzlich geeinigt haben, sei ein neuer Planungsstart in Sicht. „Wir wollen weitermachen“, sagte Nah.SH-Sprecher Dennis Fiedel. Noch fehle aber der Abschluss des Einigungsverfahrens.

 Klar sei, dass es nach dem ersten Bus-Bahn-Konzept einen neuen Entwurf geben soll, der auch den Busverkehr abseits der Bahnstrecke berücksichtigt, erklärte Knipping: „Wir fangen jetzt von vorn an.“ Die Bus-Verbindungen sollen verbessert werden. Für manche Gemeinde sei es besser, im Bus zu bleiben: „Wir gehen davon aus, dass es für die meisten Gemeinden abseits der Bahnstrecke ein besseres Angebot geben wird.“ Außerdem zeichne sich ab, dass es nun wohl doch ein Planfeststellungsverfahren für die gesamte Strecke geben wird: „Die Planfeststellungsbehörde wird etwas strenger.“

 Knipping bestätigte, dass ein Halt in Passade geprüft werde. Das sei aber nur bei einer Kreuzung in Fiefbergen möglich. „Wenn die Bahn kommt, wollen wir sie nicht vorbeifahren lassen“, sagte Passades Bürgermeisterin Annette Blöcker.

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