25 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Selbstgemachtes lockt Besucher an

Handarbeitsmarkt Selbstgemachtes lockt Besucher an

Der Boom hält an: Selbstgemachtes liegt weiter voll im Trend. Das war am Sonnabend im Bugenhagenhaus in Preetz deutlich zu spüren. Der zweite Handarbeitsmarkt nach der erfolgreichen Premiere im Februar lockte wieder Scharen von Besuchern an.

Voriger Artikel
Nordic-Walking Strecke vernachlässigt
Nächster Artikel
Karpfen-„Ernte“ ist ein wahrer Kraftakt

Heike Knechtel ist mit ihren Unikaten aus getragener Kleidung extra aus Leipzig angereist.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Organisiert haben die Veranstaltung Dorle von Rönne und Wiebke Bähr. Die beiden haben sich schon vor längerer Zeit mit anderen Frauen zusammengefunden, die ebenfalls gerne nähen. „Und wir wollten immer schon mal einen Markt machen“, erzählt Dorle von Rönne, die auch Mitglied im Bezirksausschuss Süd der evangelischen Kirchengemeinde ist. So fragten sie Küsterin Heike Wulf, ob sie die Räumlichkeiten des Bugenhagenhauses nutzen könnten.

 Schon beim ersten Mal wurden sie förmlich überrannt. Inzwischen gibt es auch für die Ausstellerinnen eine Warteliste. Und schon einen nächsten Termin: Der dritte Markt ist für den 20. Februar geplant. „Der Bedarf ist offensichtlich groß“, sagt von Rönne. Sie weist darauf hin, dass es kein Kunsthandwerk gibt – nur genähte, gestrickte, gefilzte oder gehäkelte Produkte. „Das ist das, was diesen Markt auszeichnet.“

 Gundel Abert aus Kleinkühren sitzt an ihrem Stand mit Socken, Mützen und Schals und strickt. Sie hat es als Kind von der Mutter gelernt. Heike Knechtel ist extra aus Leipzig angereist. Sie stellt hochwertige gebrauchte Kleidung neu zusammen und schafft so Unikate. Sie zeigt eine Jacke, in die sie eine Seidenkrawatte eingearbeitet und neue Knöpfe angebracht hat: „Und schon ist es ein ganz anderes Teil.“ Ute Garken und Ute Schneider werben mit „zauberhaften Stoffideen“ für Erwachsene und Kinder. Ute Garken ist Kinderkrankenschwester und hat immer schon für die kranken Kinder und ihre Enkel genäht.

 „Handarbeit liegt voll im Trend“, erklärt Wiebke Bähr. „Das Individuelle ist wieder gefragt“, nennt sie den Grund dafür. Und verweist auch auf den Boom der gehäkelten Mützen, den zwei junge Männer ausgelöst hatten. „Zurück zu alten Werten“, nennt es Dorle von Rönne. Außerdem hätten die selbst angefertigten Dinge eine höhere Lebensdauer. Und was sie besonders freut: Nicht nur ältere Besucher kämen zum Markt, sondern auch viele junge.

 Die Ausstellerinnen müssen eine geringe Standgebühr zahlen und einen Kuchen mitbringen. Der Erlös geht an die Sprachförderung für Vorschulkinder. Die Kuchen sind begehrt. Im Café sind fast alle Stühle besetzt. An einem Tisch sitzt eine Gruppe junger Frauen. Julia Beusen (24) hat sich ein genähtes Etui gekauft. „Wir nähen und stricken auch selbst – das ist doch schön, wenn man was Selbstgemachtes hat“, betont sie.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Events: Kreis Plön

Veranstaltungen im
Kreis Plön - Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3