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Keine Mehrheit für die Pläne

Haus am Meer Keine Mehrheit für die Pläne

Vor sieben Jahren wurde der Betrieb des Restaurants und Hotels Haus am Meer in Heikendorf eingestellt. Seitdem verfällt das direkt an der Kieler Förde gelegene Gebäude immer mehr. Jetzt ist in die Diskussion um eine mögliche Entwicklung des Grundstücks in Privatbesitz wieder in Bewegung gekommen.

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Die von den Fördedampfern schon seit Ende der 90er-Jahre nicht mehr angefahrene Altheikendorfer Seebrücke, die in die „Haus am Meer“-Konzeption mit einbezogen werden soll, verfällt immer mehr.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf. Den Bauausschussmitgliedern wurde in ihrer jüngsten Sitzung ein Konzept der in Pullach bei München ansässigen GST Service GmbH für Grundstücksentwicklung vorgestellt. Drei dreigeschossige Wohnblöcke mit Flachdach, insgesamt 29 Ferienappartements und dauerhafte Wohnungen sowie ein in dem Gebäudekomplex integriertes Restaurant: So sieht der Entwurf von GST-Geschäftsführer Reinhold Dierkes und seinem Team im Kern aus.

 Er hatte mit seinen Planern bereits wiederholt nachgebessert. Ursprünglich waren etwa vier Wohnblöcke geplant. Zudem sind Tiefgaragenplätze vorgesehen. Damit wären die von Gemeindeseite angedachten Stellplatzflächen auf Platz 1 der vom Heikendorfer Tennisclub gepachteten Vereinsanlage hinfällig. Reinhold Dierkes, der nach seinen Angaben schon zum dritten Mal seine an den Ausschussanregungen orientierte überarbeitete Planung erläuterte, sprach auf Nachfrage gestern von „einem stimmigen und verträglichen Konzept, das den Standort deutlich aufwerten würde“. Auch die marode Altheikendorfer Seebrücke in direkter Nachbarschaft des Grundstücks werde in die Konzeption einbezogen und würde laut Dierkes zunächst instandgesetzt werden.

 Im Bauausschuss gibt es allerdings weiterhin viel Gegenwind. Die Ausschussmitglieder von UWH (auf deren Antrag wurde das Projekt mit Zustimmung des Investors in öffentlicher Sitzung vorgestellt) und Grünen kritisieren beispielsweise, dass für die Umsetzung des Projektes, das direkt an das „Haus am Meer“-Grundstück angrenzende gemeindeeigene Birkenwäldchen größtenteils verkauft und dann zu Teilen aus dem Ortsbild verschwinden müsste.

 Nach erfolgter Patt-Abstimmung – UWH, Grüne und SPD stimmten dagegen oder enthielten sich, die CDU stimmte geschlossen für das Konzept – fand das Vorhaben auch in seiner überarbeiteten Fassung keine Mehrheit. Vorerst zumindest. Bürgermeister Alexander Orth (SPD) kündigte bereits an, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Gemeindevertreter-Sitzung setzen zu lassen. „Für eine so wichtige Entscheidung braucht es eine eindeutige Mehrheit“, so Orth. Wie Heikendorfs Bürgermeister war auch der Bauausschuss-Vorsitzende, Hans-Herbert Pohl (CDU), „enttäuscht und überrascht“ über die jetzige Abstimmung. „Um in einen Dialog mit dem Investor zu kommen und dann etwa auch Detailfragen zu klären, müssen wir das Projekt von Gemeindeseite doch zumindest anschieben“, so Pohl. Er befürchtet, dass im Falle eines erneuten Abspringens eines Investors „uns der Schandfleck in bester Lage dann auf lange Sicht erhalten bleibt“.

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