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Haus der Integration bald bezugsfertig

Schönberg Haus der Integration bald bezugsfertig

Bisher ist es dem Amt Probstei gelungen, alle Flüchtlinge dezentral unterzubringen. Das soll auch überwiegend so bleiben, doch jetzt wurde ein Haus angemietet, das Platz für 40 Asylbewerber bietet. Vor allem allein reisende Männer sollen dort unterkommen. Die ersten können in der kommenden Woche einziehen.

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Zur Übergabe des Hauses der Integration in Schönberg Gebäudes kamen auch Amtsdirektor Sönke Körber (links) und Abteilungsleiter Manfred Aßmann.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. Die Ausstattung der Räume ist schlicht, der Platz begrenzt – doch außer den Wohnungen sind ein großer Gemeinschaftsraum und eine große Küche vorhanden. „Wer allein kochen will, kann das auch in seiner Wohnung tun“, betont Amtsdirektor Sönke Körber. Die Toiletten sind allerdings außerhalb der Wohnungen.

 „Das ist keine Gemeinschaftsunterkunft“, betont Körber. „Die Zimmer sind als vollwertige Wohnungen eingerichtet“, ergänzt Amtsleiter Stefan Gerlach. „Das hier ist auch keine Erstaufnahmeeinrichtung. Es ist darauf angelegt, dass die Menschen hier länger wohnen“, erklärt Abteilungsleiter Jürgen Dräbing.

 Das „Haus der Integration“ soll auch eine Begegnungsstätte sein, in der sich der sehr aktive Helferkreis um Koordinator Henner Meckel mit einbringen kann. Es werde auch als Treffpunkt dienen, ist aber „kein öffentliches Haus“, wie Gerlach betont. Zur Vorbereitung von Veranstaltungen und anderen Aktivitäten soll ein Beirat die „Keimzelle“ bilden, erklärt Körber.

 „Die Grundbetreuung wird hauptamtlich geleistet“, betont Dräbing. Dazu hat das Amt zwei Vollzeitstellen geschaffen. Die beiden Mitarbeiter sind bereits im Haus und bereiten alles für die Flüchtlinge vor – bis hin zu Plakaten zur Mülltrennung in vielen Sprachen. Künftig soll jeden Tag mindestens ein Ansprechpartner im Haus anwesend sein.

 Nach der Übergabe des Hauses an das Amt soll es nun bis Mitte/Ende nächster Woche bezugsfertig sein und dann nach und nach belegt werden. „Familien sollen möglichst weiter dezentral in Wohnungen – wenn wir noch welche haben“, sagt Dräbing. Das Amt sucht zwar ständig weitere Wohnungen, möchte aber keine Möbelspenden, weil das „einer Logistik bedarf, die wir im Moment nicht leisten können“, sagt Körber. Wer etwas spenden möchte, sollte sich auf www.fluechtlingshelfer-schoenberg.de informieren, welche Hilfen benötigt werden.

 Dem Amtsdirektor ist klar, dass auch mit diesem Haus die Kapazitäten nicht lange ausreichen werden. „Aber es schafft uns vielleicht jetzt ein wenig Luft“, hofft Körber. „Wir suchen außer Wohnungen auch größere Wohneinheiten“, erklärt Abteilungsleiter Manfred Aßmann. Viele Angebote seien aber nur für die Zeit außerhalb der Tourismussaison und zudem sehr teuer. „Wir wünschen uns, dass auch der Kreis mehr Plätze schafft,“, sagt Gerlach.

 In der Probstei sind bisher knapp 200 Flüchtlinge untergebracht – rund die Hälfte davon in Schönberg, die anderen auf fast alle anderen 19 Gemeinden verteilt. Die meisten sind Syrer, viele kommen aus Eritrea, dem Irak oder Armenien.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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