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„Haus der Integration“ geplant

Schönberg „Haus der Integration“ geplant

Aus dem ehemaligen Alten- und Pflegeheim in der Großen Mühlenstraße in Schönberg soll ein „Haus der Integration“ werden. Geplant sind rund 40 Plätze für Flüchtlinge, die während ihres Asylverfahrens dort wohnen. Gleichzeitig soll das Haus Anlaufpunkt und Begegnungsstätte für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer in der Probstei werden. Zunächst ist diese Nutzung auf sechs Jahre befristet.

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Das ehemalige private Pflegeheim in der Großen Mühlenstraße wird zum „Haus der Integration“. Zugleich wird es Begegnungsstätte für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer.

Quelle: Astrid Schmidt

Schönberg. Das Backsteingebäude in Nachbarschaft des Alten- und Pflegeheimes sowie des Neubaukomplexes mit seniorengerechten Wohnungen hat eine wechselhafte Geschichte. Einst war es das Krankenhaus in Schönberg, dann ein privat geführtes Pflegeheim und nun, nach zwei Jahren Leerstand, soll es Flüchtlingen in einer schweren Zeit als Heimatersatz dienen.

 „Es gelingt uns nicht mehr, alle Flüchtlinge dezentral unterzubringen“, erklärte Amtsdirektor Sönke Körber. Nach den neuesten Zahlen sei damit zu rechnen, dass in diesem Jahr 160 Menschen im Amtsbereich untergebracht werden müssten. Derzeit leben 117 Asylsuchende in rund 60 angemieteten Wohnungen, so Körber. Angesichts des noch zu erwartenden Anstiegs habe man im Amt das Konzept für das „Haus der Integration“ erarbeitet. In den vorhandenen acht Doppelzimmern und 24 Einzelzimmern sollen vornehmlich allein reisende Flüchtlinge untergebracht werden.

 Das Haus werde aber auch Begegnungsstätte der Kulturen sowie Anlaufpunkt für den immer größer werdenden ehrenamtlichen Helferkreis sein, der sich in Schönberg und Umgebung gebildet habe, sagte Körber. Zwei Betreuungskräfte als Ansprechpartner für Flüchtlinge und Helfer gleichermaßen würden eingestellt.

 Mit diesem Konzept war das Amt an den Eigentümer herangetreten und „aufgrund der guten Rahmenbedingungen“ auf offene Ohren gestoßen, wie Jukka Heymann sagte. Er betreibt in Plön auf dem Koppelsberg zwei Wohngruppen für Demenzkranke. Das Haus in der Großen Mühlenstraße habe er vor zwei Jahren gekauft, um dort eine Betreuungsstätte für Demenzkranke mit dem Schwerpunkt Paare einzurichten. Gleichwohl liege ihm die Flüchtlingsproblematik sehr am Herzen. Denn seine Ehefrau stamme selbst aus Senegal, erzählt Heymann. „Mir war wichtig, dass dort keine Durchgangsstation entsteht und Gemeinschaftsbereiche, wie zum Beispiel zum gemeinsamen Kochen, geschaffen werden“, betonte er.

 Amt und Eigentümer sind sich darin einig, kein Betreibermodell, sondern eine strikte Trennung zwischen Betrieb und Besitzer zu wollen. Das Amt sei für den Betrieb zuständig, der Besitzer lediglich für das Gebäude, erklärte Körber. In das fließe nun eine „sechsstellige Summe“, wie Heymann ankündigte. Die ersten Bewohner sollen im August einziehen.

 „Diese Unterkunft kann übergangsweise auch für kleine Familien genutzt werden. Das verschafft uns einen größeren Handlungsspielraum, um die Menschen auch bedarfsgerecht unterbringen zu können“, erklärte Körber. Er rechne mit einer Aufenthaltsdauer von bis zu drei Jahren, mindestens aber für die Zeit, die das Asylverfahren in Anspruch nehme. Der Vertrag mit Heymann sei auf sechs Jahre befristet, erläuterte der Amtsdirektor.

 Die Gemeinde Schönberg unterstützt das Projekt, erklärte Bürgermeister Dirk Osbahr. „Wir sehen keine Alternative. Eine Containerlösung kommt nicht infrage. Wir müssen aufgrund der aktuellen Situation die gemeindlichen Interessen hintenanstellen“, sagte er.

 Eine Informationsveranstaltung zu dem Thema ist am Mittwoch, 13. Mai, 18 Uhr, im Rathaus Schönberg vorgesehen.

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Astrid Schmidt

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