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Größere Märkte, mehr Wohnraum

Heikendorf Größere Märkte, mehr Wohnraum

Das nördliche Heikendorf wird sich in den nächsten Jahren deutlich verändern. Am Tobringer wird nicht nur der Aldi-Edeka-Komplex erweitert, sondern dahinter auch neuer Wohnraum geschaffen. Der Bauausschuss gab am Donnerstagabend grünes Licht für die Planung rund um die Märkte und auf der Koppel Poggenbarg.

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Fußgänger aus Neuheikendorf erreichen den Edeka-Aldi-Komplex von der Rückseite. Das Umfeld wird sich in den kommenden Jahren völlig verändern: Zum einen wollen die Märkte erweitern. Außerdem sollen die umliegenden Wiesen bebaut werden, deshalb sind künftig vier Meter hohe Lärmschutzwände vorgeschrieben.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Planer Norbert Jeß vom Büro B2K stellte zunächst den Sachstand in Sachen Märkte-Erweiterung vor. Vollsortimenter Edeka soll seine Verkaufsfläche auf 1300 Quadratmeter ausweiten dürfen, Discounter Aldi auf 1000 Quadratmeter. Zurzeit haben beide rund 730 Quadratmeter Verkaufsfläche. Erlaubt sein soll künftig auch eine Bäckerei mit Sitzfläche (100 Quadratmeter). Um dem erwarteten Kundenandrang gerecht zu werden, soll auch die Einfahrt auf drei Spuren verbreitert werden, das Trafohäuschen der Gemeindewerke wird umziehen. Eng wird es dafür hinter dem Gebäude für den Lieferverkehr: Der wird nah an den heutigen Knick rücken. Der Schutzstatus für den Gehölzstreifen soll deshalb aufgehoben und an anderer Stelle ausgeglichen werden. Zwar sollen dort weiter Bäume und Sträucher wachsen, sie müssen allerdings regelmäßig beschnitten werden, um die Lkw nicht zu behindern. Heute nutzen auch viele Fußgänger und Radfahrer diese Zufahrt auf dem Weg in den Ort. Für sie soll es künftig einen neuen, sichereren Weg auf der anderen Seite des Gehölzstreifens geben. Wie berichtet, ist auf den Grünflächen und der Pferdekoppel im direkten Umfeld der Märkte auch Wohnbebauung geplant. Die Erschließung soll vom Tobringer aus erfolgen. Damit die neuen Anwohner durch den Betrieb nicht gestört werden, muss ein Lärmschutz von vier Metern Höhe eingerichtet werden. In diese Frage gebe es aber noch „viele unterschiedlichen Vorstellungen“ der Beteiligten, so der Planer.

 Vorgesehen sind Einzel- und Doppelhäuser mit einem Vollgeschoss und maximal 9 bis 9,50 Metern Höhe. Eine Ausnahme bildet der Bereich direkt am Tobringer, wo auch Reihenhäuser und Höhen bis 10,50 Meter zugelassen werden sollen, um auch andere Wohnformen zu ermöglichen. Nicht alle Anlieger sind glücklich über die zukünftigen Nachbarn, die ihnen an dieser Stelle in die Gärten sehen würden: Der Ausschussvorsitzende Hans-Herbert Pohl berichtete von einer Unterschriftenliste gegen die aktuelle Planung.

 Wesentlich größer wird das benachbarte Neubaugebiet Poggenbarg zwischen Tobringer/Gewerbegebiet Korügen und dem Haffkamper Weg, das Planer Guntram Blank vorstellte. Etwa 74 Einzel- oder Doppelhäuser sind dort geplant, festgelegt sind Zweigeschossigkeit und eine maximale Höhe von 8,50 Metern. Die Erschließung soll ebenfalls vom Tobringer aus erfolgen. Nahe der Hauptstraße sind auch Möglichkeiten für andere Wohnformen vorgesehen. Eine parkähnliche Grünzäsur unterteilt das Gebiet. Im nordwestlichen Bereich, rund um die Hügelkuppe bis zum Waldkindergarten, soll außerdem Ersatz für jene Kleingärten entstehen, die im Ort demnächst wegfallen werden. Blank rechnet damit, dass das Gelände für 55 Parzellen reicht. Auf dem Hügel ist ein Gemeinschaftsgebäude vorgesehen.

 Alle drei Entwürfe erhielten eine Mehrheit zur weiteren Ausarbeitung.

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