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Klarer Kurs beim Promenaden-Umbau

Heikendorf Klarer Kurs beim Promenaden-Umbau

Der nächste Schritt zur Modernisierung der Promenade am Möltenorter Strand ist getan. Der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss Heikendorf stimmte für eine neue Variante der Multifunktionsfläche im zentralen Bereich.

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Ein Zugang zum Wasser am Möltenorter Strand über bisher unzugängliche Flächen westlich des Hotels Seeblick (im Bild die Terrasse) könnte mehr Platz für Fahrräder bieten.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Außerdem sollen zusätzliche Möglichkeiten geschaffen werden, Räder abzustellen – durch einen neuen Strandzugang. „Die Besucher stehen zwischen den Fahrradbügeln“ – so beschrieb Kristin Reischke, beim Amt Schrevenborn zuständig für Tourismus, die Musikveranstaltungen am Strand während der vergangenen Saison. Das soll sich durch die Umgestaltung der Promenade ändern: Zäune oder Fahrradbügel würden dann nicht mehr im Weg stehen, Spaziergänger könnten entspannt Platz nehmen, um einen Kaffee zu trinken. Mehr als 100 Quadratmeter Strand dürften dadurch aber keinesfalls zusätzlich versiegelt werden – das hatten die Gemeindevertreter nach Bürgerprotesten dem Planer auferlegt. Im geänderten Entwurf fällt die Fläche dann auch deutlich kleiner aus als geplant, die Wellenform wird aber beibehalten. Mit sieben Ja-Stimmen und vier Enthaltungen wurde der Vorschlag angenommen.

 Mehr Diskussion gab es um eine neue Idee, Fahrräder unterzubringen. Zwar sah der Entwurf bereits 48 Fahrradbügel vor, die sich über die gesamte Promenade verteilen. Direkt aus dem Haupteingang zum Strand werden sie aber verschwinden, ebenso wie das Geländer, da dort eine Sitzmauer geplant ist. Manche Bürger und auch manche Gemeindevertreter befürchteten deshalb, dass die Zahl der Bügel nicht ausreicht, um dem Ansturm an heißen Tagen zu genügen. Mehr wollte der Planer allerdings auf der Promenade nicht unterbringen, und auch den Ausschussmitgliedern war das zu viel: „Sonst bauen wir keine Promenade, sondern einen Fahrradparkplatz“, so Harald Kohrt (CDU)

 Viel Zustimmung fand deshalb die Idee von Bürgermeister Alexander Orth, einen weiteren Strandzugang für Fußgänger und Radfahrer westlich des Hotels Seeblick zu schaffen. Dort könnten dann auch weitere 40 Fahrradbügel untergebracht werden. Möglich wäre dies, weil die Parkplatz-Zufahrt zum Hotel auf Gemeindegrund liegt. Das letzte Stück der Weges würde über eine Fläche geführt, die heute als Privatgarten genutzt wird, aber ebenfalls im Gemeindebesitz ist. Wer dort sein Fahrrad abstellt, könnte den Strand dann am zukünftigen westlichen Eingang beim Eiswagen/Eiskiosk betreten. Diese Idee wurde mit acht Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen angenommen. „Damit werden die Missstände hoffentlich endgültig beseitigt“, so Orth.

 Mit in die Umbaupläne aufgenommen wird auch das Toilettenhäuschen am Strand: Es soll winterfest gemacht werden und könnte dann ganzjährig öffnen. Die Kosten dafür betragen einmalig 3000 Euro. Ursprünglich war geplant, die Öffnungszeiten der bisher ganzjährig geöffneten Toilette am U-Boot-Ehrenmal und die der Strandtoilette, die barrierefrei ist, einfach zu tauschen. Dies scheiterte jedoch daran, dass das WC am Strand nicht winterfest ist.

 Damit sind die letzten Entscheidungen zum Promenaden-Umbau gefallen. Zu dem Vorhaben gehört auch eine neue Pflasterung, Bänke und Lampen. Die Kosten werden zurzeit auf 952000 Euro geschätzt. Die Gemeinde hofft auf einen Zuschuss vom Land in Höhe von 70 Prozent. Der Antrag dafür kann nun gestellt werden. Die restlichen Kosten sollen durch die Kur- und Tourismusabgabe gedeckt werden. Die Arbeiten könnten nach der Saison 2017 beginnen und rechtzeitig vor der Saison 2018 abgeschlossen sein.

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Wie die Veranstaltungsfläche am Möltenorter Strand zukünftig aussehen wird, weiß aktuell niemand. Nach dem Ortstermin am Donnerstagabend ist nur sicher: Sie wird nicht so groß ausfallen, wie zuletzt vorgesehen.

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