25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Mit dem Flyboard über die Förde

Heikendorf Mit dem Flyboard über die Förde

Torsten Münchow und Markus Schwandt ziehen an der Kieler Förde mit einem ganz besonderen Wassergefährt die Blicke auf sich: ihrem selbstgebauten Flyboard. „Na klar sind wir ein wenig verrückt“, sagen sie. Wer bei sieben Grad Wassertemperatur mit Skistiefeln ins Wasser steigt, muss abgehärtet sein.

Voriger Artikel
Bücherei als Ort der Begegnung
Nächster Artikel
Grundstück am Schwebstöcken ist erste Wahl

Per umgelenktem Wasserstrahl-Rückstoß aus ihrem 170 PS starken Jetski geht es für Markus Schwandt (links) und Torsten Münchow auf dem Holzbrett mit darunter montierten Düsen in luftige Höhen.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf. Tatsächlich werden neben einem PS-starken Jetski und einem langen Schlauch für ihren ungewöhnlichen Wassersport auch die schweren Stiefel mit den Schnallen benötigt. Ansonsten nämlich hätten der Heikendorfer Torsten Münchow und sein Lübecker Kumpel Markus Schwandt nicht den notwendigen Halt auf ihrem selbstgebauten Flyboard mit Düsen, das sie auf einem Wasserstrahl in James-Bond-Manier in luftige Höhen schießt.

Spaziergang waren erstaunt

Was ist das denn? Das werden sich vermutlich viele Spaziergänger gefragt haben, als sie die beiden Wassersportfreaks bei ihren Testläufen an den vergangenen Wochenenden in der Heikendorfer Bucht beobachtet haben. Mit dem Jetski über die Förde brettern, das war ihnen auf Dauer einfach zu langweilig.

Im Internet stießen sie auf das von dem französischen Jetski-Fahrer Franky Zapata vor einigen Jahren entwickelte Flyboard. Das Prinzip: Der Wasserstrahl-Rückstoß des Jetskis wird umgelenkt und über eine Pumpe mit gewaltigem Druck in den Schlauch befördert. Die erzeugte Schubkraft an den Düsen unter dem Board ist so groß, dass eine Fortbewegung im Wasser und in der Luft möglich ist.

Immer wieder geht es hoch und runter

Das Flyboard-Grundprinzip wollen die zwei befreundeten Tüftler an ihrer Pumpenkonstruktion Marke Eigenbau nun verfeinern. „Wir wollen den Wirkungsgrad so weit optimieren, dass Höhen bis zu zehn, 15 oder auch 20 Meter möglich sind“, sagt der ehemalige Physikstudent Markus Schwandt. Bei den jüngsten Tests waren es wegen einer defekten Düse „nur“ bis zu acht Meter. „Das ist schon ein super cooles Gefühl, vom Wasserstrahl getragen da oben auf dem Board zu stehen“, so Torsten Münchow. Immer wieder geht es für ihn, nachdem Kumpel Markus im Jetski kräftig Gas gegeben hat, auf seinem Flyboard wie mit einem Fahrstuhl nach oben – und nach dem wenige Sekunden andauernden Balanceakt auf dem Board, klatsch, wieder ins kalte Fördewasser. „Man ist ständig in Bewegung im Neoprenanzug, und dadurch wird einem bis auf die schnell frierenden Hände auch nicht so richtig kalt“, so Torsten Münchow. Am Neujahrstag oder am 2. Januar wollen die beiden mit ihrem selbstgebauten Flyboard erneut über die Kieler Förde schweben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Events: Kreis Plön

Veranstaltungen im
Kreis Plön - Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr zum Artikel
KN Mittendrin
Foto: Bei KN Mittendrin ging es am Freitag sportlich zu.

Bei KN Mittendrin ging es am Freitag sportlich zu. Unsere Redakteure Günter Schellhase und Paul Wagner waren mit dem KN News Mobil auf dem Fun-Sport-Areal am Bootshafen.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3