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Weiterer Platz für Flüchtlinge

Heikendorf Weiterer Platz für Flüchtlinge

Im Haus am Meer, im früheren Hypo-Vereinsbank-Gebäude, auf den Grundstücken im Teichtor und am Laboer Weg sowie auf dem zukünftigen Kleingartengelände Poggenbarg könnten Unterkünfte für Flüchtlinge eingerichtet werden. Dafür gaben Sozial- und Bauausschuss Heikendorf grünes Licht.

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Zentral und schnell verfügbar: Die Mehrheit der Ausschussmitglieder sprach sich für das frühere Hypo-Vereinsbank-Gebäude als eine der zuküntfigen Möglichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen aus.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Insgesamt hatte die Runde der Ausschussmitglieder zehn Standorte untersucht und in offener Diskussion Vor- und Nachteile abgewogen. „Es liegen von allen Eigentümern Hinweise vor, dass sie unter bestimmten Umständen bereit wären, Unterkünfte einrichten zu lassen“, so Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth. Die Unterbringung von Flüchtlingen ist zwar Aufgabe des Amts, für die baurechtliche Bewertung ist jedoch der örtliche Ausschuss zuständig. Der Sozialausschuss sollte die Eignung aus seiner Sicht beurteilen. Insgesamt sind im Amt Schrevenborn zurzeit 180 Asylsuchende untergebracht, davon 83 in Heikendorf, 77 in Schönkirchen und 20 in Mönkeberg. 300 weitere werden noch in diesem Jahr erwartet.

 Bei den meisten Standorten waren letzte Details allerdings noch nicht geklärt. So ist beim Haus am Meer noch fraglich, ob auch im Souterrain Menschen wohnen dürfen, da dieses sehr tief liegt und bei Hochwasser möglicherweise gefährdet wäre. Die Rede ist von einem Mietvertrag über drei Jahre, das Amt müsste aber voraussichtlich 200 000 Euro investieren. Kritik an diesem Standort kam hauptsächlich von Stefan Kloth (CDU), der wegen der Nähe zum Badestrand kulturelle Konflikte kommen sah. Die große Mehrheit stimmte jedoch dafür.

 Noch weniger strittig war die Eignung des früheren Hypo-Vereinsbank-Gebäudes in der Dorfstraße. „Der Vorteil ist: Das Gebäude wäre sofort verfügbar und beziehbar“, so Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp. Zwei Neubauten im Teichtor 41, die ein Investor errichten will, wurden einstimmig befürwortet. Vergleichbares soll auch auf der gemeindeeigenen Fläche am Laboer Weg (ehemaliger Jugendtreff) geschehen. Diese Wohnungen sollen zunächst dem Amt zur Verfügung stehen und später frei vermietet werden. Positiv bewertet wurde außerdem die Idee, bereits jetzt auf dem zukünftigen Kleingartengelände am Poggenbarg (Haffkamper Weg, neben Waldkindergarten) Gebäude zu errichten, die später von den Kleingärtnern genutzt werden könnten, „nach dem Motto: fertig ist die Laube“, so Orth. Niemand werde sich später beschweren, wenn seine Hütte mit Sanitäranlagen ausgestattet sei.

 Kontrovers diskutiert wurden Wohncontainer auf dem Lidl-Grundstück im Zentrum (ehemalige Gärtnerei). Der Sozialausschuss hielt die zentrale Lage zwar mehrheitlich für günstig, im Bauausschuss gab es jedoch sechs Ja- und fünf Nein-Stimmen. Umstritten war auch die Nutzung einer gemeindeeigenen Fläche im Gewerbegebiet Bügelsäge, für die es gerade einen gewerblichen Interessenten gibt, sowie ein Grundstück am Ende des Schulredders, das auch abwassertechnisch problematisch wäre. Eindeutig abgelehnt wurde die Fläche neben dem Campingplatz, die auch der Kreis nicht genehmigt hätte, sowie der Bau von Reihenhäusern am Haffkamper Weg.

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