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25 Jahre Partnerschaft

Heikendorf und Roja 25 Jahre Partnerschaft

Am Anfang der Partnerschaft von Heikendorf und dem lettischen Roja stand die Not: Nach dem Ende der Sowjetunion fehlte es im Baltikum an Allem. In den vergangenen 25 Jahren hat sich vieles geändert. Beim Roja-Tag am Sonntag, 11. September, sind die Heikendorfer zum Rück- und Ausblick eingeladen.

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Jürgen Lehmkuhl (links), Dorothea Poser und Dieter Sand informieren auf Tafeln im Rathaus über die Partnerschaft mit Roja. Am Wochenende wandert die Ausstellung dann zur Jubiläumsfeier zur Kirchengemeinde.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Bereits vorab hat die heutige Roja-Gruppe in der Heikendorfer Kirchengemeinde eine Ausstellung konzipiert, die noch bis Freitag in den Etagen des Rathauses zu sehen ist. Dort wird die Partnergemeinde und die Geschichte der Verbindung vorgestellt. Die Initiative zum Kontakt nach Lettland kam damals vom Heikendorfer Pastor Matthias Petersen, unterstützt vom damaligen Bürgermeister Sönke Jändling. Roja mit etwa 2400 Einwohnern liegt wie Heikendorf an der Ostsee und hat einen Hafen. Damals ging es darum, materielle Not zu lindern: Hilfslieferungen verschiedener Art, vom Krankenhausbedarf bis zum Schulbus,waren gefragt. „Alle beteiligten sich“, erinnert sich Wilhelm Poser – Kirche, Gemeinde, die Feuerwehr und andere Organisationen. Die Hilfslieferungen wurden persönlich nach Lettland gebracht und so erste Kontakte zu den Menschen geknüpft.

 Nach 2002 wurde die Partnerschaft nur noch als Verbindung zwischen den beiden Kirchengemeinden fortgeführt. 2003 kam erstmals Besuch aus Roja nach Heikendorf. Für einen echten Austausch, so erinnert sich Wilhelm Poser, gab es zwei Hindernisse: Zum einen die Sprachbarriere, zum anderen die sehr unterschiedliche Denkweise, die aufgrund der Sprachbarriere nur schwer zu erfassen gewesen sei. Das Verständnis für einander musste von beiden Seiten erst wachsen, berichten die Mitglieder der Gruppe. Doch es sei immer besser geworden. „Ich habe mich nach jeder Reise beschenkt gefühlt“, sagt Poser. Dieter Sand lobt die Gastfreundschaft in der Partnergemeinde: „Selbst wenn sie sehr arm sind: Alles wird auf den Tisch gestellt.“ Inzwischen wird der Roja-Tag mit gegenseitigen Besuchen jährlich gefeiert.

 Diesmal werden acht Letten in Heikendorf erwartet. Bürgermeister Alexander Orth wird sie empfangen. „Man sollte aus der Partnerschaft der Kirchengemeinden wieder eine Partnerschaft der Gemeinden machen“, meint er. Dann gebe es für den Austausch sogar EU-Fördermittel. Und eins hat Roja Heikendorf voraus: „Dort gibt es bereits ein Fischereimuseum“, sagt Jürgen Lehmkuhl, der sich für eine solche Einrichtung in Heikendorf einsetzt. Die Mitglieder der Roja-Gruppe würden sich über weitere Engagierte freuen – besonders über Nachwuchs aus der jüngeren Generation.

 Am Sonntag sind neue Interessierte eben so eingeladen wie heutige und frühere Engagierte: Der Tag beginnt um 11 Uhr mit einem Festgottesdienst, bei dem auch die Kantorei singt. Ab 13.30 Uhr hält Matthias Petersen, ehemaliger Heikendorfer Pastor und emeritierter Propst, einen Vortrag: „Roja – wie alles begann“. Ab 14.15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Zum Ausklang singen die Brummelbuttjes. Bereits am Sonnabend, 10. September ab 20 Uhr trägt das Gesangsensemble Psalmprojekt (Heikendorf/Laboe) in der Kirche Psalmen in Worten und Liedern vor.

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