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Alte Bibel soll in die neue Kirche

Heimatbund Schwentinental Alte Bibel soll in die neue Kirche

In der St.-Martins-Kirche in Schwentinental soll eine neue Gedenkstätte für das frühere Flüchtlingslager Karkkamp eingerichtet auch die alte Bibel präsentiert werden – für diesen Plan hatte der Heimatbund Schwentinental die Kirchengemeinde Raisdorf schon auf seiner Seite. Doch es fehlt noch Geld.

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Mit dem Glockenturm hat der Heimatbund, hier der frühere Vorsitzende Helmut Ohl (links) und der jetzige, Joachim Haberland, bereits eine Gedenkstätte für das Lager Karkkamp geschaffen. Die besondere Bibel wollen sie jedoch nicht draußen aufbewahren.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Die Bibel der ehemaligen Lagerkapelle war beim Ausräumen des alten Pastorats vor dem Abbruch 2014 entdeckt worden. Nach Nachforschungen des früheren Heimatbund-Vorsitzenden Helmut Ohl handelt es sich um ein Exemplar, das aus den USA stammt und in den Jahren 1875 bis 1880 vom Verlag J. R. Jones gedruckt wurde – auf deutsch für die zahlreichen deutschen Auswanderer. Das Exemplar  war 1949 zur Einweihung der nach St. Martin benannte Kapelle im Flüchtlingslager Karkkamp an den Pastor Rudolf Fitzner übergeben worden, später aber verschollen. Die Wiederentdeckung gab nun den Anstoß, über eine passende Präsentation nachzudenken.

Mit dem Glockenturm auf der Grünfläche zwischen St.-Martins-Weg und Preetzer Chaussee gibt es seit 2005 bereits eine Gedenkstätte für das Lager Karkkamp. Anfangs habe man überlegt, dort auch die Bibel zu präsentieren, so berichtet der Heimatbund-Vorsitzende Joachim Haberland, doch man fürchtete Vandalismus.

Kulturausschuss lehnte Mitfinanzierung ab

So kam die Idee auf, sie im Vorraum der heutigen St.-Martins-Kirche zu zeigen, der 1960 erbauten Nachfolgerin der Kapelle. Dort könnten noch andere Gegenstände aus der alten Kapelle ihren Platz finden. Die Gesamtkosten für die Neugestaltung eines Bereichs dort betragen 6700 Euro. Die Kirche beteiligt sich zu einem Drittel, der zuständige Fachausschuss der Stadt lehnte jedoch mehrheitlich  ab. Als Argumente dagegen wurde genannt, dass die Kirche selten geöffnet ist und dass es mit dem Glockenturm bereits eine Gedenkstätte gebe. Der Heimatbund versucht nun, das fehlende Geld über Spenden aufzutreiben.

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