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Bald schneller zum Strand

„Hein Schönberg“ Bald schneller zum Strand

Die Landesregierung möchte „Hein Schönberg“ trotz des Konflikts mit den ostdeutschen Bundesländern um die Bahn-Regionalisierungsmittel reaktivieren. „Ich gehe davon aus, dass wir das als erstes Projekt zeitnah umsetzen können“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) KN-Online.

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So sieht es aus, wenn bald die Bahn von Schönberg nach Kiel fährt. Dieser moderne Triebwagen LINT fasst gut 150 Fahrgäste.

Quelle: Astrid Schmidt

Kiel. Die Wiederinbetriebnahme der Strecke zwischen Kiel und dem Schönberger Strand mache Sinn. „Das ist kluger Nahverkehr, verbunden mit einem Buskonzept.“

 Meyer ließ offen, wann er die Signale für „Hein Schönberg“ auf Grün stellen will. Eine Entscheidung könnte aber bereits in den ersten Monaten diesen Jahres fallen. Seine Zuversicht begründete der Minister damit, dass den Ländern unabhängig vom Streit um die Verteilung der Regionalisierungsmittel mehr Geld zur Verfügung steht. Der Bund hatte den Gesamtbetrag (bisher 7,3 Milliarden Euro) für 2016 auf acht Milliarden Euro angehoben und ab 2017 eine Erhöhung von jährlich 1,8 Prozent zugesagt. Das bedeute für Schleswig-Holstein, „dass wir die ersten Maßnahmen planen werden“.

Rund 30 Millionen Euro Kosten

 Ganz oben auf der Wunschliste steht dabei „Hein Schönberg“. Das Projekt sei „von allen politisch gewünscht“ und habe auch deshalb stets „vor der Klammer“ gestanden. Klar ist, dass die Reaktivierung der Strand-Strecke insgesamt etwa 30 Millionen Euro kostet und ein Zuschussgeschäft bleibt. Gerechnet wird trotz täglich 1500 Fahrgästen mit einem Jahresminus von bis zu 1,7 Millionen Euro. Das Defizit soll aus den Regionalisierungsmitteln beglichen werden, die der Bund den Ländern seit Anfang der 90er Jahre für den regionalen Bahnverkehr überweist.

 Schleswig-Holstein hatte aus dem Bundestopf im vergangenen Jahr rund 227 Millionen Euro erhalten. Nach einem Bund-Länder-Gipfel im Herbst winkte ein satter Zuschlag. Grund: Der Bund erhöhte den Gesamtbetrag um 700 Millionen Euro und versprach eine jährliche Anhebung und all das mit Hinweis auf den so genannten „Kieler Schlüssel“ zur Verteilung der Mittel auf die Länder. Nach diesem Schlüssel, auf den sich die Länder-Verkehrsminister im Herbst 2014 in Kiel unter Vorsitz Meyers einigten, hätten Schleswig-Holstein 2016 rund 255 Millionen Euro zugestanden.

Einigung bis Sommer 2016

 Der Haken an der Sache: Die ostdeutschen Bundesländer, die nach dem bisherigen „Aufbau-Ost-Schlüssel“ einen übergroßen Anteil der Regionalisierungsmittel bekommen hatten, protestierten verspätet gegen den neuen Schlüssel. Er sieht vor, dass die Überförderung der Ostländer bis zum Jahr 2031 schrittweise ausläuft.

 Mit Blick auf diesen Krach hatte Meyer zunächst alle neue Projekte in Schleswig-Holstein auf Eis gelegt. Der Minister geht aber jetzt davon aus, dass sich die Länder bis zum Sommer 2016 einigen, und das auch über die Verteilung der Bundesmittel in den folgenden Jahren. Festgezurrt werden die Förderquoten vom Bund – in einer Rechtsverordnung.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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Bahn Kiel-Schönberger Strand
Foto: Verkehrsminister Reinhard Meyer (rechts) erhielt von Lutz Schlünsen ein historisches Bild des alten "Hein Schönberg".

Die Bahnstrecke zwischen Kiel und Schönberger Strand wird reaktiviert. „Von heute an heißt es für ,Hein Schönberg': Grünes Licht“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Montag in Schönberg. „Das Jahr beginnt gut für die Region“, meinte der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Lutz Schlünsen.

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