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Gegenwind für geplante Windräder

Helmstorf Gegenwind für geplante Windräder

Die Diskussion um neue Windräder im östlichen Teil des Amtes Lütjenburg steht vor dem Ende. Der Kreis möchte die Flächen als Landschaftsschutzgebiet ausweisen. Begründung: Die Natur und die Kulturhistorie der Region sei von herausragender Bedeutung.

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Der östliche Teil des Amts Lütjenburg soll Landschaftsschutzgebiet werden. Dann dürften nur Eichen die markanten Landmarken bleiben und keine Windräder.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Helmstorf. Die Gemeindevertretung Helmstorf begrüßte bei einer Enthaltung die Ankündigung des Kreises und sprach sich damit gleichzeitig gegen den Bau von Windrädern auf dem Gemeindegebiet aus. Vor allem auf den Ländereien des Guts Helmstorf waren große Flächen ausgewiesen, auf denen geprüft werden sollte, ob dort Windräder entstehen können. „Ich hatte große Befürchtungen“, sagte Bürgermeister Birgitta Ford zu der Standortsuche des Landes, das zwei Prozent der Fläche für die Erzeugung von Windstrom freigeben will. Das Landschaftsschutzgebiet soll sich über Kirchnüchel, Hohwacht, Kletkamp, Dannau, Helmstorf, Högsdorf und Blekendorf erstrecken.

Die Angst vor Windrädern nahmen Klaus Vonderlage (Untere Naturschutzbehörde) und Eckart Schäfer (Kreisplanung) den Helmstorfern. Die Pläne für das Landschaftsschutzgebiet gingen bereits auf das Jahr 1984 zurück. Die Flächen seien auch im Rahmenplan des Landes entsprechend ausgewiesen. Bislang habe die Kreisverwaltung die formelle Ausweisung des Gebiets aber noch nicht vollzogen.

Aus Sicht Vonderlages spricht vieles für den Status Landschaftsschutzgebiet. Die Region im Vorfeld des Bungsbergs zeichne sich durch eine markante Moränenlandschaft aus. Die Teichlandschaft rund um das denkmalgeschützte Gutshaus Kletkamp mit seinen langen Alleen sei einmalig. Daneben gebe es zahlreiche archäologische Denkmäler wie Hünengräber und Turmhügelburgen. Zudem lebten viele Seeadler hier. Sein Fazit: „Für den Kreis Plön ist diese Landschaft von herausragender Bedeutung.“

Nachteile durch ein Landschaftsschutzgebiet für die Gemeinden sehen Vonderlage und Schäfer nicht. Die Kommunen würden an dem Verfahren beteiligt und könnten Wünsche äußern zum Beispiel für zukünftige Baugebiete. Diese Fläche würden nicht in das Schutzgebiet aufgenommen. Auch das privilegierte Bauen auf landwirtschaftliche Höfen bleibe unangetastet.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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