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Tour-Finale in Ascheberg

Her & Kings County im Landgasthof Tour-Finale in Ascheberg

Amerika, Amsterdam, Ascheberg: Der Landgasthof Langenrade stand am Sonnabend im Bann der US-Band Her & Kings County. Sängerin Monique Staffile (Her) war in starker Begleitung von vier Vollblutmusikern (Kings County – so genannt nach dem New Yorker Stadtteil) die unumstrittene Herrin des Abends. Es war das Abschlusskonzert ihrer zweiwöchigen Europa-Tour. Ein echter Kracher, den der Kulturverein Ascheberg rockt! aufs Land gezogen hatte.

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Her & Kings County mit Frontfrau Monique Staffile heizte den Konzertbesuchern mächtig ein.

Quelle: Dirk Schneider

Ascheberg. Her sang unter anderem schon mit Kid Rock. Nun also vor 80 Zuhörern in Ascheberg. Wie das kommt? Die Band habe noch einen Tag frei gehabt zwischen dem Auftritt am Freitag in Amsterdam und dem Rückflug in die USA am Sonntag, ist zu erfahren. So ist das in diesem Geschäft. Dann wird es aber doch eng: Erst eine Stunde vor Konzertbeginn trifft der VW Caddy in der Langenrade ein. Stau nach LKW-Unfall. In kürzester Zeit wird die Technik mit den Veranstaltern vor Ort abgestimmt. Alles Routine. „Das sind echte Profis“, staunt Tontechniker Joachim Terhar am Mischpult.

 Sängerin Her – Tochter einer Polin und eines Italieners – hat das Publikum von der ersten Minute an mit ihrem Charme gewonnen. Ein Energiebündel der guten Laune. Ein Dutzend selbst geschriebene Songs spielt die Country-Rock-Band in atemberaubendem Tempo. Country-Rock aus New York? Da ist auch schon eine ordentliche Prise Nashville dabei. Nach etwas schrillem Beginn mit drei Songs von ihrem Album Gold wird der Sound immer souveräner. Großartig das Medley kurz vor der Pause, mit dem sie großen Berufskollegen ihren Respekt erweisen: „Don’t bring me down“ (ELO) und „Highway to Hell“ (AC-DC) bringen sie in bester Rock'n’Roll-Manier, später auch noch John Denvers „Country Road“.

 Für die Werbung in eigener Sache spannt die Band ganz ungeniert das Publikum ein: Mit aufgesteckten Kameras auf Mikrofon und Gitarren filmen die Musiker sich selbst und die Zuschauer für das Video zu ihrer neuen Single „Crush“. Das Ganze wirde am Ende des Konzerts als „Zugabe“ wiederholt – die Ascheberger dürfen nun gespannt sein, in welcher Version sie sich auf Youtube wiederfinden.

 Ganz unvorbereitet gelangt noch eine persönliche Geschichte zur Aufführung. Elwira Wiggers, eine gebürtige Polin und Schulfreundin der Mutter von Monique Staffile, ist aus Wahlstedt angereist, wo sie inzwischen lebt. Eine Überraschung mit Wirkung: Die sonst so coole Sängerin berichtet, dass ihre Mutter 1968 ihre Heimatstadt Lodz wegen antisemitischer Strömungen verlassen hat. Jetzt lebt sie in Manhattan. Elwira hat ihr geschrieben, dass sie ihre Tochter treffen werde: in Ascheberg in Holstein.

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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