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Täter zerlegten Schaf auf Weide

Herde Ziel von Fleischdieben Täter zerlegten Schaf auf Weide

Schafhalter Gernot von Hagen geht nur noch mit gemischten Gefühlen auf die Weide. Zum achten Mal binnen einen Jahres haben Viehdiebe einzelne seiner Tiere gestohlen oder gleich vor Ort geschlachtet und zerlegt.

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„Bild des Schreckens“: Gernot von Hagen hockt fassungslos an einem geschlachteten und teilweise zerlegten Mutterschaf auf der Weide am Castöhlenweg in Preetz.

Quelle: Dirk Schneider

Preetz. Am Sonnabend fand der Nebenerwerbslandwirt den Kadaver eines teilweise ausgeweideten Mutterschafes auf der Koppel am Castöhlenweg in Preetz.

 „Es war ein Bild des Schreckens“, erzählt von Hagen. Besonders jämmerlich: Zwei kleine Lämmer liefen klagend um den Tatort, der etwas abseits und verdeckt in den Binsen im Randbereich des sechs Hektar großen Grundstücks liegt. „Beim Füttern am Morgen zwischen halb acht und halb neun hatte ich die Dreiergruppe noch gesehen“, erinnert sich der Tierhalter. Bei einem späteren Kontrollgang – „ich habe ab elf Uhr im vorderen Bereich an der Futterkrippe gearbeitet“ – entdeckte er das tote Schaf.

 Das Tier sei vor Ort höchstwahrscheinlich mit einem fachkundigen Kehlschnitt getötet worden, sagt er. Darauf deute ein entsprechendes Schnittmuster hin. Dann seien das Fleisch vom Hals und den Schulterblättern, die Zunge sowie eine Keule ausgelöst worden. „Weil die zweite Keule und andere gut verwertbare Stücke noch da sind, gehe ich davon aus, dass der oder die Täter gestört worden sind“, mutmaßt Gernot von Hagen. Die beiden Lämmer würden nun mit zehn weiteren Pfleglingen, deren Mutterschafe nicht ausreichend Milch geben würden, im Stall auf dem Hof mit der Flasche von Hand aufgezogen. Auf der Wiese zwischen dem Schulzentrum und der Badestelle am Lanker See weiden weiterhin 70 Rauhwollige Pommersche Landschafe mit 20 Lämmern. „Das ist die gleiche Herde, die bis vor kurzem noch auf der Koppel am Preetzer Klärwerk stand“, so von Hagen. Dort seien Anfang Januar – wie berichtet – die fünf wertvollsten von 17 trächtigen Muttertieren verschwunden. Ein Monat zuvor sei dort ein Schaf geschlachtet worden und dessen Fleisch in Gefrierbeutelgröße zugeschnitten worden. Und auch Mitte Oktober habe er die Überreste eines getöteten und zerwirkten Schafes gefunden. Nach dem Umzug auf die Wiese am Castöhlenweg sei er davon ausgegangen, dass die Herde durch die Sozialkontrolle des belebten und beliebten Wanderwegs rund um das Gelände, den neben den Schülern und Sportlern auch viele Spaziergänger nutzen, besser geschützt sei. Zudem weideten noch drei Pferde eines Schulprojekts auf dem Areal, die ebenfalls häufiger besucht würden.

 Doch all dies habe offensichtlich nicht die gewünschte Wirkung gehabt, resümiert von Hagen traurig, empört und auch ein Stück fassungslos über die Dreistigkeit der Fleischdiebe.

 Die Preetzer Polizei, die die Ermittlungen aufgenommen hat, hofft aufgrund des vermutlich engen Zeitfensters für die Tat am vergangenen Sonnabend, 25. Februar, zwischen 8.30 Uhr und 11 Uhr auf Zeugenaussagen. Sachdienliche Hinweise bitte unter Telefon 04342/10770.

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