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Pleyel-Flügel findet neue Heimat

Herrenhaus Hagen Pleyel-Flügel findet neue Heimat

Das Herrenhaus in Probsteierhagen bereichert ein neues Prachtstück: Ein 1903 in Frankreich gebauter Naturholzflügel aus dem Hause Pleyel. Das prachtvolle Instrument ist ein Geschenk der Familie Carrière, die einen guten Platz für das Familienstück gesucht hatte.

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Ein Flügel für das Herrenhaus: Bürgermeister Klaus Pfeiffer (vorne links) dankt Thomas Maximilian Peters für die Vermittlung dieses besonderen Geschenks an die Gemeinde Probsteierhagen.

Quelle: Astrid Schmidt

Probsteierhagen. Den findet der Pleyel-Flügel nun im Kaminsaal des Herrenhauses. Bislang stand hier nur ein schlichtes Klavier. „Wir sind sehr glücklich über dieses Geschenk“, sagte Bürgermeister Klaus Pfeiffer und bedankte sich bei Thomas Maximilian Peters mit einer Schenkungsurkunde und einer historischen Schrift. Denn der Mitarbeiter des Schleswig-Holstein-Musikfestivals hatte als Freund der Familie Carrière diese Schenkung vermittelt.

„Sabine Carrière stammt aus einer Musikerfamilie und suchte, weil sie sich aus Altersgründen verkleinern wollte, einen schönen Platz für ihr Instrument, das sich seit jeher im Familienbesitz befunden hatte“, erzählte Peters. Als Kenner der Musikszene war er der Familie bei der Suche nach einem geeigneten Platz behilflich, nutzte seine Kontakte zu Musikstätten und Musikern und schließlich fiel die Wahl auf das Herrenhaus Hagen. Peters fragte den Förderverein Schloss Hagen, ob er Verwendung für dieses besondere Instrument habe. Da gab es kein Zögern, die Gemeindevertreter beschlossen die Annahme der Schenkung und der Flügel konnte umziehen. Zunächst von Hamburg nach Tökendorf, wo er bei der Pianistin Gabriele Schenkel und dem Organisten Roman Reichel Asyl bekam. Nun kam er per Spezialtransport an seinen endgültigen Standort und alle sind sich einig: Dieses Instrument bereichert den Kaminsaal und ist dem herrschaftlichen Haus angemessen. „Es ist der Porsche unter den Flügeln“, schwärmt Gabriele Schenkel. Sie hat auch gleich Ideen für zusätzliche Konzerte. „Ich könnte mir ein Schülerkonzert gut vorstellen“, sagte die Pianistin und private Musiklehrerin. Große Freude herrscht auch beim Förderverein, der damit das Schloss erneut aufgewertet sieht. „Wir werden uns jetzt Gedanken über eine Abdeckung machen“, kündigte Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Fahrenkrog an.asc

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Astrid Schmidt

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