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Mehr Ferienhäuser am Strand

Hohenfelde Mehr Ferienhäuser am Strand

Die Gemeindevertretung Hohenfelde gab am Mittwoch einstimmig den Startschuss für gleich vier Siedlungsprojekte. Der Ferienort ist bei Investoren offenbar sehr beliebt. Der Kreis Plön und das Land müssen die Ferienhauspläne genehmigen.

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Noch grasen Pferde auf der Wiese an der Straße Kate Malmsteg nahe des Hohenfelder Strandes. Investor Armin Stoltenberg möchte hier rund 15 Wochenendhäuser bauen.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Hohenfelde. Der Bauunternehmer Armin Stoltenberg möchte an der Straße Kate Malmsteg eine Siedlung mit Wochenendhäusern bauen, die sich an die bestehende Bebauung in dem Feriengebiet Malmsteg nahe dem Strand anschließt. Auf den etwa 15 Grundstücken sollen Gebäude mit einer Grundfläche von maximal 70 Quadratmetern entstehen. Wochenendhäuser bedeuten eine ausschließlich private Nutzung, erklärte Planer Torsten Beims den über 20 Zuhörern. Die Objekte dürften nicht als Ferienhaus vermietet werden, sondern nur von den Eigentümern am Wochenende oder den Ferien bezogen werden. Ob das allerdings auch eingehalten wird, bezweifelte der Gemeindevertreter Hartmut Hampel. „Es wird Wildwuchs geben. Da müssen wir uns nichts vormachen.“ Damit spielte er auf das Problem vieler Urlaubsorte an, wo unerlaubterweise Ferienhäuser zu Wohnhäusern werden und umgekehrt.

 Für das Gebiet Hofland, ebenfalls nahe der Ostsee, liegen gleich zwei Erweiterungswünsche auf dem Tisch. Der Eigentümer einer Ackerfläche an der Strandstraße, die bisher im Flächennutzungsplan für Gastronomie reserviert war, plant an dieser Stelle Ferienapartments mit 10 bis 15 Wohnungen. Der Bau eines Imbisses oder Restaurants habe sich in der Vergangenheit nicht umsetzen lassen, erklärte der zweite Planer des Abends, Oliver Kühle. Die Apartments sollen sich auf zwei Gebäudekomplexe verteilen.

 Auf der westlichen Seite des Erholungsgebietes Hofland möchte ein Investor eine direkt angrenzende Wiese mit etwa sieben bis zehn Ferienhäusern bebauen. Urlauber sollen sich hier einmieten können.

 Bürgermeisterin Gesa Fink steht wie alle übrigen Vertreter hinter der Erweiterung: „Wir sind eine Tourismusgemeinde.“ Nun schauen die Hohenfelder auf die Behörden in Plön und Kiel, ob sie die Erweiterung der Feriensiedlungen um bis zu 50 Objekte genehmigen. Mit der Zustimmung der Vertretung zum Start der Planungen, können die Investoren nun offiziell bei Kreis und Land anfragen.

 Auch der Kernort Hohenfelde selbst will wachsen. Der Eigentümer einer landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Straße Zur Brücke möchte seine Wiese in Bauland umgewandelt haben. Dafür muss die Gemeinde den Flächennutzungsplan ändern. 16 bis 20 Wohnhäuser hätten hier Platz. Bürgermeisterin Fink hofft auf junge Familien, die nach Hohenfelde ziehen und die Auslastung zum Beispiel des Kindergartens sichern. So optimistisch sind nicht alle. Ein direkter Anlieger kritisierte die Idee. Angesichts des demografischen Wandels bezweifelte er den Bedarf für eine neue Siedlung. Man sollte zunächst die vorhandenen Baulücken nutzen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
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