23 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Legale Wohnungen am Kranichweg

Hohwacht Legale Wohnungen am Kranichweg

Die Gemeinde Hohwacht steht kurz davor, eine tickende Zeitbombe zu entschärfen. Im Gebiet rund um den Kranichring sollen neben Wohnhäusern zukünftig auch Ferienwohnungen erlaubt sein.

Voriger Artikel
Auszeichnung für Ehrenamtler
Nächster Artikel
Radweg wird saniert

Die vielen Hinweisschilder beweisen es: Rund um den Kranichring in Hohwacht gibt es viele Ferienwohnungen. Die Gemeinde muss diese Wirklichkeit mit der aktuellen Rechtsprechung in Einklang bringen, die seit zwei Jahren Ferienwohnungen im allgemeinen Wohngebieten nicht zulässt.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Hohwacht. Die gibt es zwar an dieser Stelle schon seit vielen Jahren, aber nach einem Gerichtsurteil in Mecklenburg-Vorpommern wären einige von ihnen heute illegal. In einem Fall am Kranichring untersagte der Kreis Plön schon die Vermietung an Urlauber. Hohwacht, das vom Tourismus lebt, fürchtet dieses Horrorszenario.

 Die Gemeindevertretung stimmte am Mittwoch für eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans. Die Bürger dürfen zu den Plänen zu Beginn nächsten Jahres offiziell ihre Meinung abgeben. Nach einem nochmaligen Beschluss der Vertretung zu dem Thema könnten die neuen Spielregeln irgendwann im Frühjahr in Kraft treten.

 Das Gebiet am Kranichring ist ein Beispiel dafür, wie weit die Realität und mancher Richterspruch auseinanderklaffen. Ursprünglich waren die Flächen ausschließlich für Ferienhäuser ausgewiesen. Die Nachfrage war damals aber gering, so änderte die Gemeindevertretung die Straßenzüge in ein allgemeines Wohngebiet, in dem aktuell 108 Gebäude stehen. Dort sind nach neuer Rechtsprechung keine Ferienwohnungen erlaubt, abgesehen von den Objekten, die der Kreis in der Vergangenheit als solche genehmigt hatte. Mehr noch: Einige der genehmigten Ferienhäusern verwandelten sich in ganz normale Wohnhäuser, in denen Familien auf Dauer leben. Auch das ist eigentlich verboten.

 Mit der Änderung des Flächennutzungsplans käme wieder Ruhe in die Siedlung. Urlauber und „Ureinwohner“ würden alle wieder legal dort wohnen. Bürgermeister Matthias Potrafky ist zuversichtlich. Das Land und auch die Baubehörde des Kreises unterstützen die Gemeinde in ihrem Vorhaben. Widerstand gibt es nur vereinzelt von Bürgern, die dort dauerhaft wohnen. Sie fürchten, dass durch Ferienwohnungen der Lärmpegel steigt.

 Hohwacht ist derzeit die einzige Gemeinde im Kreis, die das Problem angeht. Dabei betrifft die Rechtslage alle Ferienorte. So ist es ein offenes Geheimnis, dass sich zum Beispiel viele ausgewiesene Wochenendhäuser in Dauerwohnungen verwandelt haben.

 Zwei große Investitionen stehen 2016 in der Gemeinde an. 50 000 Euro stehen für die zukünftige Nutzung der Fläche des früheren Schwimmbades bereit. Eine Machbarkeitsstudie, die noch im Dezember fertig ist, soll dafür Vorschläge unterbreiten. Das Geld könnte dazu dienen, eine Betreibergesellschaft zu gründen. Weitere 40000 Euro steckt die Gemeinde in die weitere Renovierung und Dämmung ihres Wohnheimes am Berliner Platz.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

Events: Kreis Plön

Veranstaltungen im
Kreis Plön - Aktuelle
Termine, News, Infos

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3