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Schlemmermarkt ohne Knalleffekt

Hohwacht Schlemmermarkt ohne Knalleffekt

Seit über 15 Jahren knallte es einmal im Jahr bei einem der sieben Schlemmermärkte auf der Festwiese in Alt-Hohwacht. Das beliebte Höhenfeuerwerk fehlt aber am Dienstag, 11. August, zum ersten Mal. Der Kreis verknüpfte die lautstarken Raketenabschüsse mit der Auflage, vorher eine Verträglichkeitsprüfung abzugeben.

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Mit einer Lasershow locken neun Gastronomen zum Schlemmermarkt nach Hohwacht. An ein Feuerwerk hatte der Kreis Plön in diesem Jahr zum ersten Mal Bedingungen geknüpft.

Quelle: Marc Dehn

Hohwacht. Begründung: Der Veranstaltungsort liegt unter anderem in der Nähe des europäischen Vogelschutzgebiets Östliche Kieler Bucht und des Naturschutzgebiets Sehlendorfer Binnensee. Auch andere Ferienorte entlang der Ostsee müssen sich darauf einstellen, pyrotechnisch deutlich abzurüsten.

 Die Gastronomen Sabine und Marc Dehn sehen die Einschränkung allerdings gelassen. Zusammen mit ihren acht Berufskollegen orderten sie als Ersatz eine Laser-Show, die die Gäste ebenso gut unterhalten soll. Sie rechnen bei schönem Wetter wieder mit bis zu 1000 Besuchern, die ab 17 Uhr auf die Festwiese kommen und sich an Backfisch, Roastbeef oder gefüllten Spießbraten gütlich tun. Und es sieht für Dienstag sehr nach Sonne aus.

 Der Fall Hohwacht ist kein Zufall. Der Kreis verschickte vor kurzem an die Städte und Ämter Informationen zum Thema Feuerwerk und Naturschutz, um die Ordnungsämter zu sensibilisieren. „Was einer Abendveranstaltung vermeintlich ein ganz besonderes Flair verleiht, ist für wildlebende Tiere kein Spaß“, heißt es in der Mitteilung. Immer öfter würden Feuerwerke auch bei Großveranstaltungen, Dorffesten oder Hochzeiten gezündet. Häufig suchten sich die Feiernden dafür als Kulisse einen der 80 Seen oder die knapp 50 Kilometer lange Ostseeküste aus. Der Kreis listet dabei die Pflichten der Veranstalter und Behörden auf. Dazu gehört die Verträglichkeitsprüfung in sensiblen Zonen.

 Der Pyrotechniker Mark Albers, der das Feuerwerk beantragt hatte, schlug Anfang der Woche einen Kompromiss vor. Er setzt auf ein Barockfeuerwerk für Hohwacht. Dabei verzichtet er auf Effekte mit Zersetzerladung in der Luft. Seine abgerüsteten Raketen zerbersten im Himmel nicht mit einem lauten Knall. Und er verspricht eine maximale Steighöhe von 25 Metern. Der Lärm werde dadurch geringer sein als zum Beispiel die Musik von der Bühne. Und es sehe kombiniert mit einer Lasershow auch schön aus. Einer entsprechenden Anfrage hat der Kreis auch seine Zustimmung erteilt. Die Hohwachter Gastronomen verzichten jedoch wegen der Kurzfristigkeit in diesem Jahr darauf. Marc Dehn geht aber davon aus, dass im nächsten Jahr das sanfte Barockfeuerwerk auf der Festwiese leuchten wird.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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