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Hosenkauf als Ökothema

Nabu-Umweltberatung Lütjenburg Hosenkauf als Ökothema

Bekleidung und Mode sind in Verruf gekommen. Sie stammen häufig aus Fabriken in der Dritten Welt, in denen zum Teil Kinder die Hemden und Hosen unter unwürdigen Umständen fertigen. Tabea Bunn (20) von der Nabu-Umweltberatungsstelle in Lütjenburg stellte eine kleine Ausstellung über Die lange Reise einer Jeans zusammen.

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FÖJlerin Tabea Bunn stellt in einer Ausstellung den langen Weg einer Jeans vom Baumwollfeld bis auf den Verkaufstisch dar.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Von der Baumwollkapsel bis zur fertigen Hose legt sie 56300 Kilometer zurück, hat die FÖJlerin herausgefunden. Auf einer Karte ist der lange Weg der Jeans an einem Beispiel nachzuvollziehen. Nach der Baumwollernte in Kasachstan reist sie über die Türkei, Taiwan, Polen, den Philippinen zur Endproduktion nach Griechenland, bevor sie in Deutschland in die Läden kommt. In jedem Land findet ein anderer Arbeitsprozess statt. Den größten Teil der Strecke legen die Stoffe dabei im Flugzeug zurück. Bunn: „Für eine Tonne Jeansstoff wird so viel Energie benötigt, wie 40 Haushalte pro Jahr verbrauchen.“ Sie stützt sich bei ihren Zahlen unter anderem auf Angaben von Greenpeace.

 Mit ihrer Ausstellung möchte sie die Verbraucher erkennen lassen, wie viel Arbeit und Mühen hinter einem Kleidungsstück steckt. Sie möchte eine Wertschätzung des Produktes erreichen, aber auch auf die ungerechte Gewinnverteilung aufmerksam machen. 50 Prozent des Erlöses verblieben beim Einzelhandel, weitere 25 Prozent bei der Markenfirma für Design und Vermarktung. Nur ein Prozent vom Preis lande bei den Arbeitern. Wie man klüger einkauft und faire Produzenten unterstützt, ist in Broschüren nachzulesen, die in der Nabu-Beratungsstelle in der Oberstraße 15 ausliegen.

 Tabea Bunn wünscht sich auch, dass die Verbraucher bewusster einkaufen, auch Verzicht übten bei eigentlich überflüssigen Hosen und Hemden, die unbenutzt im Kleiderschrank verschwinden würden. Kleiderbörsen könnten auch dazu beitragen, den Verbrauch an Stoffen zu senken – und Geld zu sparen beim Kauf.

 Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Juli zu sehen. Dann beendet die gebürtige Hallenserin (Sachsen-Anhalt) ihr FÖJ-Jahr in Lütjenburg. Sie möchte danach Umweltmonitoring in Dresden studieren.

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