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Ein Wagen der Sinne fürs Seniorenheim

Hospizverein Lütjenburg Ein Wagen der Sinne fürs Seniorenheim

Bettlägerige oder an Demenz erkrankte Menschen leiden unter einem Mangel an Außenreizen. Im Lütjenburger Vitanas Seniorencentrum schafft ein „Wagen der Sinne“ nun Abhilfe. Der Hospizverein vermittelte eine Spende des Famila-Marktes an die Einrichtung.

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Ein Wagen der Sinne  fährt nun durch das Vitanas Seniorenheim (von links): Heimbewohnerin Margot Meier, Hospizvereins-Vorsitzende Ute Dittmer, Tagesbegleiterin Claudia Timm, Pflegedienstleiterin Sonja Ahlhorn, Alexandra Büttner, Helga Blohm, und Helga Hanusch (alle Hospizverein).

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. In den Schubladen und Schränken stecken eine Menge „reizvoller“ Utensilien. Da ist die Handpuppe Ilse-Lotte, der Heimbewohnerin Margot Meier Zöpfe flechten soll. Das klappt nicht ganz, dafür erhält Ilse-Lotte ein paar Streicheleinheiten und ein paar freundliche Blicke von ihr. Der „Wagen der Sinne“ ist etwas für Ohren, Augen, Haut und Nase. Eine Aroma-Lampe versprüht süße Düfte. Eine kleine Kugel zaubert wandernde Lichtpunkte an die Decke. Klangschalen erzeugen beruhigende Töne, wie man an Margot Meier sieht. „Oh, wie schön“, sagt sie, als der Ton dicht an ihrem Ohr erklingt. Mit den Kräuter- und Körnerkissen können die Hände spielen. Fällt auch das schon schwachen Menschen schwer, können sie an Knöpfen, Taschen und Stoffresten, die auf ein Stück Stoff genäht sind, mit ihren Fingern knispeln.

Die Idee stammt aus den Niederlanden

Die Idee für den Wagen der Sinne stammt aus den 70er-Jahren aus den Niederlanden. Dort nennt man ihn liebevoll „Snoezelwagen“. Das Kunstwort „Snoezelen“ (sprich: Snuzelen) setzt aus den Worten „snuffelen“ (schnüffeln) und „doezelen“ (schlummern) zusammen. In den ersten Jahren wurde es vor allem bei Menschen mit schweren geistigen Behinderungen eingesetzt, heute auch in Kindergärten, Schulen, Freizeit- und Senioreneinrichtungen, in Kliniken und Hospizen.

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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